Eine Gasflamme brennt auf einem Küchenherd in einer Wohnung., © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archiv
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Gasspeicher in Thüringen noch relativ gut gefüllt

05.03.2023

Thüringen ist beim Gasverbrauch besser durch den Winter gekommen als erwartet. Der Gasspeicher bei Ebeleben im Kyffhäuserkreis sei Ende Januar noch zu etwa 60 Prozent gefüllt gewesen, sagte Umweltminister Bernhard Stengele (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zum gleichen Zeitpunkt 2022 und damit vor dem Lieferstopp von russischem Erdgas sei der Speicher nur rund zur Hälfte voll gewesen. «Die Befürchtungen, dass Gas knapp werden könnte, waren unbegründet», sagte der Grünen-Politiker.

Allerdings schwankt der Stand des Gasspeichers seit einiger Zeit stark. Am Wochenende wies eine Übersicht der Thüringer Energie AG (Erfurt) nur einen Wert von 42,5 Prozent aus.

Sowohl viele private Haushalte als auch Unternehmen hätten ihren Verbrauch gesenkt. «Das zeigt, es gibt Möglichkeiten zu sparen und Gas effizienter einzusetzen, ohne drastische Einschnitte.» Gut sei, wenn weiterhin Gas gespart werde - auch unter Umweltaspekten.

Unabhängig davon gelte es, die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen beschleunigt auszubauen, sagte der Minister. Gute Fortschritte gebe es in Thüringen bei Strom aus Solaranlagen. Viel Potenzial sehe er aber auch noch bei Solarthermie - also der Wärmegewinnung durch Solaranlagen. «Das müssen wir verstärken», sagte Stengele. Anlagen zur Gewinnung von warmem Wasser könnten auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten interessant für Verbraucher sein. Sie könnten im Sommer zudem einen Teil des Gasverbrauchs bei der Warmwasserbereitung ersetzen.

Nicht nur in Thüringen sind die Gasspeicher noch relativ gut gefüllt. Der Energiekonzern VNG berichtete in Leipzig von einem Füllstand seiner Untergrundspeicher in Bad Lauchstädt sowie Bernburg in Sachsen-Anhalt von derzeit rund zwei Dritteln. Die VNG Gasspeicher GmbH betreibt zudem zwei weitere Speicher in Niedersachsen, die laut der europäischen Transparenzplattform AGSI ebenfalls noch zur Hälfte und mehr voll sind. Per Gesetz waren die Speicherbetreiber zum 1. Februar zu einer Mindestfüllmenge von 40 Prozent verpflichtet worden.

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