Frischekur für Festhalle: Ilmenau eröffnet Kulturzentrum
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Frischekur für Festhalle: Ilmenau eröffnet Kulturzentrum

18.04.2023

Die Sanierung der geschichtsträchtigen Festhalle Ilmenau ist abgeschlossen. «Mit dem Ausbau zum Kultur- und Kongresszentrum schaffen wir eine Vielzahl auch kleinteiliger Nutzungsmöglichkeiten, aber wir bewahren die Funktion der Festhalle in modernisierter Form so, wie sie drei Generationen Ilmenauer kennen», teilte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos) dazu am Dienstag vor der Eröffnungsfeier am Abend mit.

Die Modernisierungs- und Umbauarbeiten des früheren Kulturhauses zum Kultur- und Kongresszentrum Festhalle Ilmenau kosteten laut Stadt rund 23 Millionen Euro. Etwa 15,3 Millionen Euro Förderung stammten aus EU-Mitteln. Das barrierefreie Gebäudeensemble biete nun Platz für bis zu 2400 Gäste und sei mit moderner Veranstaltungstechnik ausgestattet. Die Gebäudehülle steht unter Denkmalschutz. Die Festhalle könne nun etwa für Vereinsaktivitäten, Messen, Seminare, Empfänge, Jugendweihen, Konzerte oder Fernsehaufzeichnungen genutzt werden. Im Zusammenhang mit der Sanierung wurde auch der angeschlossene Stadtpark im Tal der Ilm wieder hergerichtet.

Der Grundstein für den Komplex wurde 1937 gelegt. Im Zweiten Weltkrieg nutzte ihn die Wehrmacht als Lazarett, danach nutzte die US-Armee das Gebäude. In der DDR wurde daraus ein Kreiskulturhaus. Im Herbst 1989 war die Festhalle laut Stadt Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen in Ilmenau mit in der Spitze 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

© dpa-infocom, dpa:230418-99-359602/2

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