Ein Feuerwehrfahrzeug steht am Thüringer Wald., © Martin Schutt/dpa
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Feuerwehr rückt Tausende Male wegen Fehlalarmierungen aus

09.02.2024

Die Thüringer Feuerwehren rücken im Jahr mehrere Tausend Mal wegen eines falschen Alarms aus. Im Jahr 2022 seien rund 6200 Fehlalarmierungen für rund 17 Prozent aller Einsätze verantwortlich gewesen, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mit. Damit rückten die Feuerwehren den Zahlen zufolge öfter wegen Fehlalarmen aus, als zur Bekämpfung von Bränden (5400 Fälle). Im Jahr 2021 seien es 5600 Einsätze wegen falschen Alarmierungen gewesen.

Am Sonntag ist - angelehnt an das Datum 11.2. - der internationale Tag des Notrufs 112. Der Tag soll darauf hinweisen, dass die Nummer europaweit einheitlich und kostenlos zur Verfügung steht.

Insgesamt hätten die Feuerwehren im Jahr 2022 rund 37.300 Einsätze bewältigt und damit rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten wurde die Feuerwehr demnach zu allgemeinen Hilfeleistungen gerufen, wie etwa zu Unfällen, Havarien oder Sturmschäden. Das betreffe etwa 25.700 und damit über zwei Drittel der Einsätze.

Deutlich mehr Menschen gerettet

Im Jahr 2022 seien rund 4500 Menschen aus akuten Gefahrensituationen oder Lebensgefahr gerettet worden und damit über ein Drittel mehr als noch 2021. Landesweit wurden 33 140 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und 889 Berufsfeuerwehrleute gezählt.

Die Regionalleitstelle Jena, die für etwa 300.000 Menschen zuständig ist, berichtete von 10 bis 20 Fehlanrufen am Tag. Meist handle es sich dabei um unbeabsichtigte «Hosentaschenanrufe» von Handys. «Böswillige Fehlanrufe sind die absolute Ausnahme und kommen nur ganz selten vor», hieß es.

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