Erste Blutspende - Infos auf einen BlickErste Blutspende - Infos auf einen Blick
Zehn Minuten Blutspenden und Leben retten, Bild @ Adobe Stock ctvvelve
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Erste Blutspende - Infos auf einen Blick

Blutkonserven werden knapp

14.06.2022

Wo und wann kann ich Blut spenden?

Man kann immer bei jedem Blutspendezentrum spenden (die gibt es in Gotha, Eisenach, Weimar, Erfurt, Jena, Ilmenau, Suhl und Gera) meist auch ohne Termin. Zusätzlich gibt es hier die Möglichkeit:

Weimar

05.07. Jugend- u. Kulturzentrum "mon ami"; 15:30 - 19:30 Uhr

22.07. Hotel Kaiserin Augusta; 14:00 - 19:00 Uhr

02.08. Jugend- u. Kulturzentrum "mon ami"; 15:30 - 19:30 Uhr

Erfurt

02.07. DRK-Blutspendezentrum Erfurt; 10:00 - 14:00 Uhr

04.07. BlutspendeMobil vor "Anger 1"; 14:00 - 18:00 Uhr

25.07. Regierungsviertel 'Am Alten Steiger'; 09:00 - 13:00 Uhr

Fast jeder von uns ist einmal im Leben auf eine Blutspende angewiesen, aber die wenigsten von uns spenden Blut. Allein in Thüringen brauchen wir 350 Blutkonserven am Tag. Eine Blutkonserve kann drei Leben retten. Wie läuft das ab, was habe ich davon und wie bereite ich mich vor?

Gerade vor der ersten Spende ist man nervös und hat einfach viele Fragezeichen zum Thema Blutspende im Kopf. Eine häufige Frage ist dabei - tut das sehr weh? Unsere Kollegin hat das für Sie getestet und wir haben sie dabei begleitet.

Wie läuft die erste Blutspende ab?

Anmeldung im Spendezentrum

Zuerst werden die Personalien unserer Kollegin aufgenommen und sie unterschreibt, dass sie aktuell keine Corona-Symptome hat. Anschließend bekommt Anna Dokumente zum Datenschutz, zu ihrem Gesundheitszustand und ihrem Lebensstil. Jetzt heißt es viele, teilweise sehr persönliche Fragen beantworten.

Fragebögen ausfüllen

Jetzt geht es darum festzustellen, ob unsere Kollegin als Spenderin infrage kommt. Die Gesundheit des Spenders darf eine Blutspende natürlich nicht gefährden. Deshalb wird sie unter anderem gefragt, ob sie an Herz-Kreislaufstörungen leidet oder blutverdünnende Medikamente einnimmt. Über Spenderblut sollen selbstverständlich auch keine Krankheiten übertragen werden. Nach Vorerkrankungen wird Anna deshalb sehr ausführlich gefragt. Auch ob Sie vor Kurzem im Ausland war und ein wenig indiskret - mit wie vielen Leuten sie in letzter Zeit im Bett war. Sie stellt fest "einige der Fragen kommen einem schon extrem persönlich vor". Aber sie denkt auch "Am Ende dienen all diese Fragen einfach dem Schutz der Patienten, die meine Spende bekommen."

Arztgespräch

Ihre Antworten werden in einem persönlichen Arztgespräch besprochen. Außerdem gibt es hier die Gelegenheit, alle offenen Fragen zu klären. Weil unsere Reporterin zum ersten Mal Blut spendet, ist die Voruntersuchung sehr ausführlich. Sie berichtet uns, in einem kleinen Untersuchungsraum wurde sie mit Fragen zu Krankheiten, Reisen und Tattoos gelöchert, ihr wurde in den Mund geschaut und die Lunge wurde abgehört. Ungefähr eine halbe Stunde hat die Untersuchung gedauert. Bei der ersten Spende sollte man deshalb insgesamt mindestens eineinhalb Stunden einplanen.

Blutspende

Mit jeder Menge Empathie bereitet Patrick Schramm die eigentliche Blutspende vor und desinfiziert die Armbeuge. Der eine Moment, der natürlich vielen Erstspendern Sorgen macht, das sogenannte "Punktieren" der Vene, ist Anna im Gesicht zwar anzusehen, aber dafür auch schnell vorbei. "Nicht angenehm, aber kein Grund, das nicht zu machen" findet unsere Reporterin. Ungefähr acht Minuten lang läuft das Blut in den Blutbeutel. Nicht bei allen Spendern läuft es so schnell und ganz von allein. Oftmals werden Spender angewiesen, mit zu "pumpen", also immer mal wieder eine Faust zu machen und die Hand wieder zu öffnen. Einmal zwickt es noch, wenn die Kanüle herausgezogen wird und dann ist es geschafft. Die Stelle wird verbunden und der Verband sollte mindestens noch sechs Stunden getragen werden. Schwer heben oder Sport machen soll Anna an diesem Tag nicht mehr. Weil das Blut vom Körper nachgebildet werden muss, ist viel trinken auch nach der Blutspende wichtig.

Gerade bei der ersten Blutspende nehmen sich die Mitarbeiter der Haema besonders viel Zeit und leisten auch emotionale Unterstützung. Es wird schnell klar, Nervosität ist hier vollkommen normal und wird vom Team so gut wie möglich durch Empathie, Transparenz und Aufklärung beseitigt. Am Tag nach der Spende wurde unsere Reporterin sogar von der Haema angerufen und gefragt, ob es ihr gut geht und ob sie sich gut behandelt gefühlt hat. Außerdem wurde ihr mitgeteilt, ihre Blutwerte sind unauffällig - alles im grünen Bereich.

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