Brot-Teiglinge liegen in einer Backstube nebeneinander., © Soeren Stache/dpa/dpa-Zentralbild/Symbolbild
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Ernährungswirtschaft fordert Unterstützung von Habeck

12.10.2022

Vertreter der Ernährungswirtschaft aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erwarten von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mehr finanzielle Unterstützung für die Branche. Zudem verlangten sie in der sogenannten «Dresdner Erklärung» anlässlich des Mitteldeutschen Ernährungsgipfels am Mittwoch den Weiterbetrieb aller verfügbaren Atom- und Kohlekraftwerke. Auch sollten Strom- und Energiesteuern gesenkt werden.

Gegenwärtig stehe die Ernährungsindustrie in den drei Ländern vor besonders großen und wirtschaftlich bedrohlichen Herausforderungen. Hintergrund seien unter anderem die exorbitanten Preisentwicklungen bei Rohstoffen und Material sowie Energie. Die Weitergabe von Herstellungs- und Absatzkosten über den Handel an den Verbraucher sei weder flächendeckend möglich noch zumutbar.

An Habeck trugen sie unter anderem die Forderung heran, das Angebot staatlicher Strom- und Gasunternehmen für Unternehmen der kritischen Infrastruktur einschließlich der Ernährungsbranche zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten und in erforderlicher Menge zur Verfügung zu stellen. Verlangt wird zudem ein genereller Strom- und Gaskostendeckel bis zur Überwindung der Engpässe. Und schließlich solle der Staat Bürgschaften für Investitionen zur Technologieumstellung auf alternative Energiegewinnung mit langfristigen Laufzeiten zur Verfügung stellen.

In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Ernährungswirtschaft eigenen Angaben zufolge eine der beschäftigungsintensivsten und umsatzstärksten Branchen. Im Ernährungsgewerbe der drei Bundesländer seien mehr als 65.000 Arbeitskräfte beschäftigt. Im Jahr 2021 wurde diesen Angaben nach insgesamt ein Umsatz von über 18 Milliarden Euro erzielt.

© dpa-infocom, dpa:221012-99-99034/3

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