Blick auf den Domplatz im Zentrum Erfurts., © Martin Schutt/dpa
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Erfurt einer der Aufsteiger beim Städteranking

16.11.2023

Thüringens Landeshauptstadt Erfurt gehört nach einer Studie zu den Aufsteigern im neuesten Vergleich der Großstädte Deutschlands. Auch Thüringens zweitgrößte Stadt Jena kann sich bei einigen Kriterien verbessern, hat aber an Dynamik verloren. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Städteranking von IW Consult im Auftrag des Internet-Portals Immoscout24 und der «Wirtschaftswoche» hervor.

Bei der Bewertung der wirtschaftlichen und sozialen Lage verbesserte sich Erfurt unter den 71 untersuchten Großstädten im Vergleich zum Vorjahr um fünf Plätze auf Rang 41. Jena landete bei der Niveau-Bewertung auf Rang 28 und rückte vier Plätze vor. Vor allem die gute Situation am Arbeitsmarkt fiel bei beiden Thüringer Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern positiv ins Gewicht. Beim Kriterium Arbeitsmarkt lagen beide Städte unter den zehn besten in Deutschland.

Während Erfurt bei der Dynamik, also der Bewertung der Entwicklung, ebenfalls mit der Verbesserung von Rang 38 auf Rang 30 zulegte, fiel Jena zurück: Die Industrie- und Universitätsstadt kam nur noch auf Rang 65 nach Rang 61 bei der vorangegangenen Bewertung. Negativ bewertet wurde ihr Immobilienmarkt - mit dem letzten Platz. Bei den Kriterien zum Teilaspekt Wirtschaft war es immerhin Platz 29.

Dafür landete die ostthüringer Stadt bei der Bewertung der Nachhaltigkeit in der Spitzengruppe auf Rang 10 und verbesserte sich um zwei Plätze. Positiv beurteilt wurden in der Stadt vor allem Kriterien zur Ökonomie und zur sozialen Situation. Beim Aspekt Soziales kam Jena sogar auf Platz eins. Erfurt verschlechterte sich von Rang 26 auf Rang 32, weil die Landeshauptstadt beim Teilaspekt Ökonomie nur bei Platz 63 landete.

Als dynamischste Großstadt ging aus dem Ranking die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz hervor - die wie im Vorjahr bei den Steuereinnahmen vor allem vom Erfolg des Corona-Impfstoffherstellers Biontech profitieren konnte.

Bei der jährlichen Untersuchung werden die aktuelle Lage (Niveau) und Veränderungsraten (Dynamik) verschiedener Indikatoren von 71 kreisfreien Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern verglichen. Analysiert werden Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien und Lebensqualität. Ein zusätzlicher Nachhaltigkeitsindex umfasst ökonomische, ökologische und soziale Faktoren.

Beim Niveauranking, das die wirtschaftliche und soziale Lage beschreibt, blieb München unangefochtener Spitzenreiter. «Die Dynamik der Metropolen ist vor allem auf den Teilbereich Immobilienmarkt zurückzuführen. Besonders ausschlaggebend ist hierbei die Mietpreisentwicklung», hieß es.

© dpa-infocom, dpa:231116-99-966410/3

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