Katja Wolf (Die Linke), Oberbürgermeisterin von Eisenach.Katja Wolf (Die Linke), Oberbürgermeisterin von Eisenach.
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Eisenach mit offizieller Bewerbung für «Zukunftszentrum»

20.05.2022

Die Stadt Eisenach hat offiziell ihren Hut in den Ring geworfen beim Standortwettbewerb um das «Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation». «Die Kriterien des Bundes erfüllt die Stadt Eisenach perfekt», erklärte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) am Freitag in der Wartburgstadt. Die Bundesregierung plant, in Ostdeutschland ein Forschungs- und Begegnungszentrum aufzubauen. Dafür sollen laut Wolf rund 200 Millionen Euro investiert werden und bis bis zu 200 Arbeitsplätze entstehen.

«Eisenach hat als wichtige Industrie- und Arbeiterstadt der DDR in unmittelbarer Nähe zur innerdeutschen Grenze nach der Wende starke Veränderungen erlebt. Und nicht alle Eisenacher waren Wendegewinner», begründete Wolf die Bewerbung. Zudem sei die Stadt gut erreichbar. Eine Anbindung an die Wissenschaft sei mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach und deren 1500 Praxispartnern gegeben.

Die Kommunalpolitikerin appellierte an die Thüringer Landesregierung, die Bewerbung zu unterstützen, wie Brandenburg und Berlin das mit der Bewerbung von Frankfurt (Oder) bereits täten.

Nach bisherigen Informationen haben unter anderem auch Jena und Mühlhausen gemeinsam mit dem hessischen Eschwege sowie Magdeburg oder Leipzig Interesse angemeldet. Noch vor dem Sommer soll die Standortauswahl für das neue Zukunftszentrum Deutsche Einheit starten. Mit ihm will die Bundesregierung die Erfahrung der Ostdeutschen mit Wandel und Umbrüchen würdigen. Bis 2028 soll das Zentrum in einem neuen oder umgestalteten Gebäude in Ostdeutschland Platz finden.

© dpa-infocom, dpa:220520-99-370277/2

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