Bochums Christopher Antwi-Adjei (l) und Leipzigs Willi Orban kämpfen um den Ball., © David Inderlied/dpa
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Drei Erkenntnisse für RB Leipzig aus der Bochum-Pleite

20.03.2023

Hausaufgaben für die Länderspielpause dürfte Marco Rose in Bochum genug notiert haben. Bei der überraschenden Niederlage verfestigten sich Trends, die schon seit Wochen wahrnehmbar sind. Großes Problem: Es sind kaum Spieler da, um an den wichtigsten Erkenntnissen der jüngsten Niederlage zu arbeiten.

Standard-Schwäche: Dass das Gegentor in Bochum nach einer Standardsituation fiel, war sinnbildlich für die bisherige Spielzeit. Mit 15 Gegentoren nach ruhendem Ball verzeichnet Leipzig einen abstiegsreifen Wert in der Liga. Der Trend hat sich in den vergangenen Wochen verschärft. Union Berlin traf doppelt nach Standards und siegte, gleiches gilt für Dortmund. Auch in der Champions League bei Manchester City war man bei ruhenden Bällen zu passiv. Andererseits läuft offensiv wenig bei Standards, dabei war das mal eine der Leipziger Stärken.

Zweite Reihe: Vor der Länderspielpause rotierte Marco Rose noch einmal und gab diversen Spielern der zweiten Reihe eine Chance. Mohamed Simakan spielte äußerst überraschend, Kevin Kampl und Yussuf Poulsen waren ebenfalls dabei. Doch bei allen muss man festhalten, dass sie sich nicht nachhaltig für Einsätze empfohlen haben. Ein Grund könnte die mangelnde Spielpraxis der vergangenen Wochen sein. Letztlich liegt es jedoch an den Spielern, die Chance zu nutzen, wenn sie kommt.

Effizienz: An Chancen mangelte es in Bochum nicht. An deren Verwertung schon eher. Und auch das ist ein roter Faden, der sich durch die vergangenen Wochen zieht. Ohne die komplett fitten Christopher Nkunku im Angriff und Dani Olmo im Mittelfeld fehlt der Mannschaft einfach etwas, um beständig konstant gute Leistungen abzurufen. Nutzt man dann die Chancen nicht, kann sich daraus schnell ein Negativ-Lauf entwickeln.

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