Dessauer Triennale widmet sich der Wasserkultur
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Dessauer Triennale widmet sich der Wasserkultur

06.10.2022

Ob Wasser im Haushalt oder im Glas. An drei Tagen dreht sich bei dem Festival Triennale der Moderne (7. bis 9. Oktober) in Dessau-Roßlau alles um das kostbare Nass. Auf dem Programm stehen an verschiedenen Standorten Ausstellungen, Filmvorführungen, Diskussionsrunden und auch eine Wasserverkostung. In einem Industriebau, in der Pumpstation der Siedlung Dessau-Törten, ist eine Pop-up-Ausstellung mit moderner Kunst zu sehen, wie die Stiftung Bauhaus Dessau mitteilte.

Das Festivalthema «Wasserkultur» reihe sich zugleich ein in das Jahresprogramm der Stiftung Bauhaus Dessau, das 2022 unter dem Motto «Hygiene» steht, sagte eine Sprecherin der Stiftung am Donnerstag. Dies habe bis heute, angesichts der Corona-Pandemie, nicht an Bedeutung verloren. Dessau gilt zugleich als der Standort mit der weltweit größten Dichte an originalen Bauhausbauten. Dazu zählt auch die Siedlung Dessau-Törten.

Im 20. Jahrhundert sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass jeder Haushalt an eine Wasserversorgung direkt angeschlossen war, erklärte die Sprecherin der Stiftung das Dessauer Festivalthema. Der Anspruch der Bauhäusler in der Zeit der Moderne sei es gewesen, dies zu ändern. So entwarfen Architekten Häuser in neuer Bauart mit neuer Infrastruktur, so auch für Wasser.

Die Triennale der Moderne ist ein überregionales Festival zur Baukultur und Ideengeschichte der Moderne. Sie steht in diesem Jahr unter dem zentralen Thema «Wohnen. Arbeiten. Leben». Veranstaltungen gibt es an den drei Standorten des Bauhauses in Deutschland. In Berlin war am 30. September der Start («Vielfalt Moderne. Moderne Vielfalt»). In Dessau-Roßlau beginnt das Programm («Wasserkultur und Hygiene») am Freitag, in Weimar («Geschichte und Gegenwart») am 14. Oktober (bis 16. Oktober).

Das Bauhaus wurde 1919 von dem Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründet. Es zog angesichts der politischen Verhältnisse nach Dessau um. In der Stadt erlebte die Schule für Architektur, Kunst und Design ihre Blütezeit. Auf politischen Druck ging das Bauhaus von Dessau nach Berlin. Dort wurde es 1933 von den Nazis endgültig geschlossen. Stiftungen erforschen und bewahren das Erbe des Bauhauses. Es gilt bis heute als eine Ikone der Moderne. Bauhausbauten gehören heute zum Unesco-Welterbe. In Dessau gibt es nach Angaben der Stiftung die weltweit größte Dichte an originalen Bauhausbauten. Dazu zählt auch die Siedlung Dessau-Törten.

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© dpa-infocom, dpa:221006-99-26963/2

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