Der Test: No-Name vs. MarkeDer Test: No-Name vs. Marke
Iris Pasold und Wenke Weber machen den Test: No-Name vs. Markenprodukte - wie viel macht das aus?
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Der Test: No-Name vs. Marke

& die Tricks der Supermärkte

30.05.2022

Hier gibts Spartipps beim Einkaufen, Tricks der Supermärkte und den großen Test: No-Name vs. Marke - wie groß ist der Unterschied auf dem Kassenzettel?

Tipps, wie Sie beim Einkaufen im Supermarkt sparen können! 

Der Klassiker: Einkaufszettel schreiben
Kennt jeder: Eigentlich wollte man nur ein paar Teile kaufen, am Ende ist der Einkaufswagen voll. Deshalb: Einkaufszettel schreiben und auch nur das mitnehmen, was auf dem Zettel steht 

Niemals hungrig einkaufen gehen
Knurrt der Magen, blutet der Geldbeutel.  Schnell nach Feierabend mit Hunger einkaufen gehen, ist immer ein Fehler. Statt den vier Produkten, die man braucht, liegen dann 15 Produkte auf dem Kassenband, auf die man gerade Lust hat. Deshalb vor dem Einkaufen schnell einen Apfel oder ein Brötchen essen.

Einkaufskorb statt Einkaufswagen 
In einen Einkaufswagen passen viele Sachen... meistens zu viele. Die Versuchung ist groß, den Einkaufswagen voll zu machen. Wenn Sie nur ein paar kleine Teile brauchen, dann lieber den Einkaufskorb nehmen.

Sich Grenzen setzen
Überlegen Sie sich vorher: Was brauche ich? Und was wird das etwa kosten? Diese Summe ist Ihre Grenze. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie für Ihren Einkauf brauchen. So können Sie gar nicht erst mehr ausgeben. 

Essensplan erstellen
Ist zwar aufwändig, aber spart viel Geld: einen Essensplan schreiben. Überlegen Sie sich, was Sie die Woche über kochen wollen und an Zutaten brauchen und orientieren Sie sich dann an diesem Plan beim Einkaufen. So müssen Sie nur ein Mal die Woche einkaufen gehen und kommen nicht in Versuchung, Lebensmittel nach Lust und Laune zu kaufen, die Sie am Ende gar nicht benötigen. 
Als Tipp: Überlegen Sie sich beim Essensplan, wie Sie mögliche Essensreste weiterverarbeiten können. Brokkoli- und Blumenkohlstrunk zum Beispiel für Suppen und Pürees nehmen, aus harten Brötchen einfach Semmelbrösel machen. Und gekochte Kartoffeln können am nächsten Tag zu Bratkartoffeln und am übernächsten Tag zu einem Kartoffelsalat verarbeitet werden. 

Saisonales Obst und Gemüse 
Beim Obst und Gemüse auf die Produkte zurückgreifen, die gerade Saison haben. Ist von einer Ware zu viel da, dann ist die Ware automatisch günstiger. 

Angebote, No Name Produkte, Eigenmarken
Es lohnt sich, am Wochenende die Prospekte mit Angeboten durchzuschauen. Gegenbenenfalls finden Sie hier auch Anregungen für den Essensplan für die Woche. 
Verzichten Sie außeredem auf Marken und greifen Sie lieben ganz unten ins Regal, wo Sie die No Name Produkte  und Eigenmarken finden. Hier können Sie mehrere Cents sparen - das klingt wenig, läppert sich aber schnell.

Aber Vorsicht: Lassen Sie sich von limitierter Ware nicht täuschen. Man hat das Gefühl, man müsste bei diesen - oft teuren - Produkten zugreifen, weil man sie die nächste Zeit nicht mehr bekommt. Das Gleiche gilt für XXL Packungen: Essen Sie das wirklich alles oder landet es am Ende im Müll? 

Keine Fertigprodukte 
Für fertige Produkte zahlen Sie meistens mehr: Sie bezahlen das Waschen, Schnippeln und Zubereiten mit. Die paar Euros können Sie sich sparen und die Produkte selbst zubereiten. Tipp: Auch der To Go Kaffee kann daheim gemacht und mitgenommen werden. Und so schön das Brötchen beim Bäcker morgens aussieht, auch das können Sie sich viel günstiger daheim selbst schmieren. 

Apps helfen beim Sparen
Rossmann, dm, Lidl, Kaufland und viele mehr - viele Supermärkte setzen mittlerweile auf Apps. Dort bekommen Sie zusätzliche Angebote, Prozente auf bestimmte Produkte und hier und da auch mal was geschenkt. Und es geht schnell und einfach: App runterladen und einfach an der Kasse vorzeigen. 

Keine Hamsterkäufe 
Auch wenn es bei Öl gerade Lieferengpässe gibt, kein Grund zu hamstern. Das treibt den Preis nur weiter nach oben. Einfach zwischenzeitlich auf eine andere Öl-Sorte ausweichen.

Vorsicht vor diesen Psycho-Tricks im Supermarkt!

Die Regale, die Einkaufswägen, die Verpackungen... Supermärkte haben viele Psychotricks auf Lager, die uns unterbewusst, zum Kaufen verleiten. 

Obst und Gemüse wie auf dem Wochenmarkt 
Rein in den Supermarkt und erstmal zur Obst- und Gemüseabteilung - in schönem, weißen Licht. So wirken die Gurken und der Salat gleich knackiger. Unser Kopf denkt sofort an einen Wochenmarkt - alles sieht frisch und appetitlich aus. Dieses Gefühl haben wir dann auch bei anderen Produkten im Supermarkt 

Im Uhrzeigersinn einkaufen gehen 
Schon mal aufgefallen? Es geht immer rechts rum, wir gehen im Uhrzeigersinn einkaufen. Das ist kein Zufall, denn die meisten Menschen sidn Rechtshänder. Biegen wir nach rechts ab, fühlen wir uns wohler und greifen öfter zu.

Unsere Nasen mögen den Geruch von Brötchen 
Viele Supermärkte haben einen Bäckerei dabei. Es riecht nach frischen Brötchen - darauf stehen unsere Nasen. So bleiben wir unbewusst länger im Laden.

Glatte Fliesen manipulieren uns 
Einkaufen soll meistens schnell schnell gehen. Das möchte ein Supermarkt aber nicht. Aufsteller und Drehkreuze stehen uns im Weg und die Fliesen sind immer sauber geputzt. Unser Gehirn denkt dann: Es ist glatt, geh langsam! 

Schnelle Musik bei den Getränken
Da wo die Getränke stehen, ist die Musik oft schneller. Die Musik soll uns in Schwung bringen. Wir denken an die nächste Feier und nehmen dafür gleich mal eine Flasche mehr mit. 

Teure Produkte sind rechts 
Produkte stehen nicht einfach irgendwo im Regal. Die teuren Produkte sind oft rechts, da die meisten von uns Rechtshänder sind. Wir orientieren uns automatisch eher nach rechts und greifen mit der rechten Hand zu.

Regale weit auseinander 
Das Mehl ist ganz woanders als die Eier und die sind ganz woanders als das Brot. Unsere Grundnahrungsmittel sind nie nebeneinander. Wir müssen einmal durch den kompletten Supermarkt. So gehen wir an möglichst vielen Versuchungen vorbei.
Die Milchprodukte sind meistens am anderen Ende des Ladens, so weit von der Kasse weg, wie nur möglich. Das ist ein Teil der Strategie, denn Milchprodukte brauchen wir am häufigsten. Bis wir bei den Milchprodukten sind, sind wir an unzähligen anderen Versuchungen vorbei.

Große Einkaufswagen 
Die Packung Mehl im Einkaufswagen sieht ganz schön alleine und verloren aus. Wir legen noch ein paar Produkte dazu, damit sich das Mehl nicht so alleine fühlt - alles so gewollt. 

Gesichter auf der Verpackung 
Oft sind Gesichter auf Verpackungen. Der Trick hier: Einem Gesicht vertrauen wir. Und wir sind automatisch bereit, dafür mehr Geld auszugeben.

Wie viel macht No-Name versus Markenprodukte eigentlich am Ende aus?  Wenke Weber und Iris Pasold haben das getestet:

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