Düsseldorfs Vincent Vermeij (v) und Düsseldorfs Jamil Siebert jubeln nach dem Spiel., © Swen Pförtner/dpa
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Déjà-vu gegen Düsseldorf: Niederlage trotz Führung

16.12.2023

Pausenführung, Anschlusstreffer und dann doch verloren: Anderthalb Wochen nach der Pokalniederlage gegen Fortuna Düsseldorf unterlag der 1. FC Magdeburg auch in der Liga gegen die Rheinländer. Vor 20 647 Zuschauern gab es am Ende ein 2:3 (2:0). Herbert Bockhorn (17.) und Xavier Amaechi (37.) brachten den FCM in Führung, Vincent Vermeij (46., 75.) und Shinta Appelkamp (70.) drehten die Partie. «Es ist sehr enttäuschend, es war deutlich mehr drin», sagte FCM-Torschütze Bockhorn.

Die Stimmung im Magdeburger Stadion war von Beginn an gut, beide Fanlager beteiligten sich nicht am Stimmungsboykott. Die Magdeburger Ultras kündigten das kurz vor Spielbeginn an: «Wir werden uns nicht beteiligen, weil unser Verein in unserem Sinne abgestimmt hat, mit Nein gestimmt hat.» Parallel forderten sie den FCM auf, das «Abstimmungsrecht rechtlich prüfen zu lassen».

Auf dem Platz lieferten sich die Teams ein abwechslungsreiches Spiel, beide Seiten bemühten sich um eine frühe Führung. Die fiel für Magdeburg und etwas kurios: Bockhorns Flanke aus dem Halbfeld (17.) rutschte dem Magdeburger ab und landete hinter Kastenmeier, der sich anders orientiert hatte, im Tor. Bockhorn traf damit im dritten Heimspiel in Serie. Auch nach der Magdeburger Führung wechselten sich die Teams mit Ballbesitz- und Druckphasen recht regelmäßig ab. Zog Magdeburg seine Pressinglinie hinter die Mittellinie zurück, konnte Düsseldorf gefährlich werden, ansonsten lauerten die FCM-Angreifer auf Lücken in den Düsseldorfer Ketten. Torchancen wurden so seltener, doch Magdeburg nutzte sie: Luc Castaignos (37.) setzte sich im Zweikampf gut durch und bediente den völlig freien Amaechi zur völlig verdienten 2:0-Pausenführung.

Die Gastgeber waren noch nicht auf dem Platz, als Düsseldorf zum Anschluss traf: Vermeij (46.) schloss einen Angriff ab, bei dem die FCM-Hintermannschaft kollektiv schlecht aussah. Die Gäste hatten den Druck deutlich erhöht, waren nun spielbestimmend, kamen zum Ausgleich (70.) - und weil der FCM fast nicht mehr stattfand, war der Führungstreffer von Vermeij (75.) die logische Folge. Erst danach drückte der FCM noch einmal, kam zu Chancen, aber nicht mehr zum Ausgleich. Magdeburg fand auf die Düsseldorfer Umstellungen und den erhöhten Druck keine Antwort, unterlag den Gästen so zum zweiten Mal innerhalb von vierzehn Tagen.

«Es passiert uns zu oft, dass wir aus der Pause kommen und dann dem Gegner das Spiel schenken», resümierte Condé. Man müsse sich hinterfragen, woran es liegt, was die Gründe sind, warum man das eigene Spiel nicht durchziehen kann.

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