Mähdrescher ernten auf einem Feld Sonnenblumen für die ökolgische Futtermittelproduktion., © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Bauernverband warnt vor deutlich geringeren Ernten

31.03.2022

Angesichts des Ukraine-Kriegs sorgt sich der Thüringer Bauernverband um die Ernten im kommenden Jahr. Die Politik müsse alles tun, um die explodierenden Produktionskosten für die Landwirtschaft zu senken, forderte der Verband anlässlich der Agrarministerkonferenz in Magdeburg am Donnerstag. Das betreffe den Diesel, aber auch Pflanzenschutz- und Düngemittel. Sollte es hier zu Ausfällen kommen, seien spätestens im nächsten Jahr deutlich geringere Ernten vorprogrammiert. Es müsse sichergestellt werden, dass es auch bei unterbrochenen russischen Gaslieferungen genügend Produktionskapazitäten für Stickstoffdünger in Europa gebe.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sprach sich zuletzt dafür aus, weniger Getreide für Tierfutter und Biosprit zu verwenden. Beim Thüringer Bauernverband stößt das auf Kritik: «Statt leichtfertig mit einer substanzlosen Teller-gegen-Trog- Diskussion Nebelkerzen für die Öffentlichkeit zu zünden, müssen die politische Verantwortlichen die wirtschaftliche und ökologische Wirklichkeit zu Kenntnis nehmen», sagte Hauptgeschäftsführerin Katrin Hucke. Futtergetreide lasse sich nicht eins zu eins als Brotgetreide verwenden. Und Änderungen in der Fruchtfolge gefährdeten zudem die Bodenfruchtbarkeit.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-744320/2

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