Bauern demonstrieren für bessere PachtbedingungenBauern demonstrieren für bessere Pachtbedingungen
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Bauern demonstrieren für bessere Pachtbedingungen

25.11.2022

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages haben auch Landwirte aus Thüringen auf Probleme bei der Verpachtung von Nutzflächen aufmerksam gemacht. Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) demonstrierten am Freitag mit Treckern und Bannern vor den Rathäusern in Erfurt, Jena, Weimar, Mühlhausen, Gotha, Eisenach, Bad Langensalza und Apolda für eine gemeinwohlorientierte Verpachtung öffentlicher Flächen, wie der Verband mitteilte. Sie forderten eine transparente und faire Verpachtung der landwirtschaftlichen Flächen.

Die Bäuerinnen und Bauern beklagen, dass Flächen der öffentlichen Hand zumeist an den Meistbietenden verpachtet würden. So werden aus ihrer Sicht systematisch Holdings und Agrarinvestoren gestärkt und bäuerliche Betriebe benachteiligt. Pachtpreise seien für Bauern relevant, weil sie deutschlandweit nur etwa 40 Prozent ihrer bewirtschafteten Flächen selbst besäßen. Pachtpreise und auch Kaufpreise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

In Erfurt war auch die Hauptaktion der bundesweiten Kampagne. Hier hat laut AbL eine städtische Arbeitsgruppe bereits die Pachtvergabe überarbeitet, um Land zukünftig gemeinwohlorientiert zu verpachten. Vertreterinnen und Vertreter der AbL Mitteldeutschland überreichten Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) daher einen Präsentkorb mit Produkten von nahe an Erfurt gelegenen Bauernhöfen.

Der Geschäftsführer der AbL Thüringen, Reiko Wöllert, übergab den AbL-Forderungskatalog in Bad Langensalza an Oberbürgermeister Matthias Reinz. Zeitgleich übergaben bundesweit in mehr als 30 Städten andere Bäuerinnen und Bauern den Kriterienkatalog an die dortigen Stadtspitzen.

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