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Arbeitslosigkeit gesunken: Unsicherheit wegen Ukraine-Krieg

03.05.2022

Die Arbeitslosigkeit in Thüringen ist im April erneut gesunken. Zwar folge der Arbeitsmarkt damit dem typischen Saisonmuster, bewege sich jedoch auf abgeschwächtem Niveau, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Halle mit. Danach waren im April 55.200 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 1200 weniger als im Vormonat. Vorrangig hätten die Männer profitiert, weil das Geschäft in den Außenberufen noch einmal mehr Fahrt aufgenommen habe.

Die Arbeitslosenquote wurde mit 5 Prozent angegeben, 0,1 Prozentpunkte weniger als im März. Damit lag Thüringen im Ländervergleich unter allen anderen Ost-Ländern. Auch Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen wiesen diesen Angaben nach höhere Quoten auf als der Freistaat, der gleichauf mit Niedersachsen lag.

Zurückgegangen ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen. So waren im April 21.700 Männer und Frauen länger als ein Jahr ohne Arbeit und galten daher als langzeitarbeitslos. Das waren rund 400 weniger als im März.

Für zunehmende Unsicherheit sorgt den Angaben zufolge der russische Angriffskrieg in der Ukraine. «Betriebe, die von den Auswirkungen des Ukrainekrieges betroffen sind, federn bisher Liefer- und Auftragsausfälle mit Kurzarbeit ab», berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens.

In vielen Bereichen führten aber Lieferengpässe, ausgelastete Handwerker und höhere Rohstoffpreise zu einer angespannten Situation. Dazu kämen die Risiken hinsichtlich einer möglichen Ausweitung des Krieges oder eines Energie-Lieferstopps. «Die Folgen für den Arbeitsmarkt vor allem für die Industrie bleiben damit unsicher.»

Bis Mitte April gab es laut Behrens in den Arbeitsagenturen nur wenige Arbeitslosmeldungen von vorwiegend jungen geflüchteten Frauen aus der Ukraine, die gut gebildet seien. Um sie erfolgreich in Arbeit vermitteln zu können, müssten jedoch zunächst noch die Sprachbarrieren abgebaut werden.

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© dpa-infocom, dpa:220502-99-130097/5

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