Eine Pflegefachkraft hilft in der ambulanten Pflege einer Frau beim Umsetzen., © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
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Arbeitgeber bieten mehr Ausbildungsstellen an

01.04.2022

Thüringens Arbeitgeber sind auf Nachwuchssuche und bieten mehr Ausbildungsstellen an als im Corona-Jahr 2021. Seit Oktober seien 10.900 Stellenangebote für den Ausbildungsbeginn im Spätsommer eingegangen, teilte die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur am Freitag in Erfurt mit. Das sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von etwa 1000 Lehrstellen und entspreche einem Zuwachs von 10,4 Prozent. Das Angebot liegt damit erneut deutlich über der Nachfrage. Bisher hätten sich nur 6000 Interessenten gemeldet - 130 mehr als vor einem Jahr.

«Damit wird es für die Unternehmen immer schwerer, ihren Berufsnachwuchs über Schulabgänger zu rekrutieren», erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Die demografische Entwicklung mit einer sinkenden und alternden Bevölkerung beeinflusse den Ausbildungsmarkt. «Wir empfehlen den Unternehmen, ihren Berufsnachwuchs auch über die Altersgruppe 25 Jahre plus zu rekrutieren». Dafür gebe es auch ein Programm der Arbeitsagenturen, um die Unternehmen zu unterstützen.

Nach den Zahlen der Regionaldirektion waren im März noch 7600 Ausbildungsstellen frei, 900 mehr als vor Jahresfrist. Die meisten davon gebe es in Industrie, bei Unternehmensdienstleistern und im Handel. Insgesamt kämen auf 100 unbesetzte Berufsausbildungsstellen derzeit 54 Bewerber, die noch keinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben.

Behrens: «Wir appellieren an junge Menschen: Meldet euch in der Berufsberatung. Es gibt gute Chancen am Ausbildungsmarkt.»

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