Eine Teilnehmerin hält beim Abschlussgottesdienst in der Messehalle die Hände gefaltet.Eine Teilnehmerin hält beim Abschlussgottesdienst in der Messehalle die Hände gefaltet.
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Abschlussgottesdienst beendet «Christival»

29.05.2022

Der Vorsitzende des überregionalen christlichen Jugendfestivals «Christival», Karsten Hüttmann, hat angesichts des Krieges in der Ukraine zu Nächstenliebe aufgerufen. «Lass uns gute Gastgeber sein, gute Freunde sein, Familienersatz sein», predigte Hüttmann am Sonntag beim Abschlussgottesdienst vor knapp 10.000 jungen Menschen in der Messe Erfurt. Die Menschen aus der Ukraine, die jetzt in Deutschland lebten, bräuchten Unterstützung. Hinter dem «Christival» stehen neben der Evangelischen Allianz von Freikirchen auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Das nächste Christival soll 2028 stattfinden. Ort und Datum sind noch unklar.

Die Erfurter Ausgabe war das siebte Christival. Insgesamt rund 13.000 Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren aus Deutschland und dem Ausland kamen nach Angaben der Veranstalter seit dem Auftakt am Mittwochabend in Thüringens Landeshauptstadt zusammen. Zum Programm des alle sechs Jahre in einer anderen Stadt veranstalteten Treffens gehörten Gottesdienste, Gesprächsrunden, Workshops und Konzerte.

Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und das Interesse an Inhalten sei überraschend groß gewesen, sagte Projektleiter Chris Pahl. Die Jugendlichen, im Schnitt zwischen 16 und 17 Jahre alt, hätten diese «wie ein ausgedrückter Schwamm aufgesogen».

Der Großteil der Besucherinnen und Besucher sei aus den eher christlich geprägten Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen angereist. Doch rund 20 Prozent der Teilnehmer und Teilnehmerinnen seien in diesem Jahr auch aus den östlichen Bundesländern gewesen.

«Euch beim Feiern, Beten, Tanzen zuzuschauen, das war für uns alle unfassbar», fasste Hüttmann die vier Tage zusammen. Er rief die jungen Leute in seiner Abschlusspredigt dazu auf, die Freude und Hoffnung der vergangenen Tage mit in den Alltag zu nehmen. «Lasst uns Freudenboten, Hoffnungsbotschafterinnen und Glaubensbringer in unserem Umfeld sein.»

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© dpa-infocom, dpa:220528-99-463940/3

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