Weniger ausländische Abschlüsse geprüft und anerkannt
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Weniger ausländische Abschlüsse geprüft und anerkannt

01.12.2022

In Thüringen sind im vergangenen Jahr 509 ausländische Ausbildungsnachweise anerkannt worden. Das waren 44 Nachweise oder knapp acht Prozent weniger als 2020, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 631 Anerkennungsverfahren und damit zwölf Prozent weniger als im Jahr 2020 bearbeitet worden. Die Mehrzahl der Verfahren (63,9 Prozent) sei von Frauen beantragt worden.

In 46 Fällen wurden die Abschlüsse als nicht gleichwertig mit deutschen Qualifikationen anerkannt. Bei 397 der Verfahren sei es darum gegangen, Zeugnisse und andere Nachweise für medizinische Gesundheitsberufe zu bewerten. In 113 Verfahren ging es demnach um Nachweise für Lehrer und andere ausbildende sowie lehrende Berufe.

In 198 Fällen ging es um innerhalb der Europäischen Union abgeschlossene Ausbildungen. In 206 Verfahren wurden Abschlüsse aus dem außereuropäischen Ausland geprüft - darunter vor allem solche aus Asien (165).

Auch wenn Ausländer bereits in einem Beruf gearbeitet haben und entsprechende Zeugnisse vorweisen können, bedeutet das nicht, dass sie in Deutschland gleich wieder den Beruf ausüben dürfen. Sie müssen daher Anträge auf Anerkennung stellen.

© dpa-infocom, dpa:221201-99-737146/2

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