Thüringen Weihnachtsmärkte in Planung - Regeln noch unklar

Archivfoto: Redaktion
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Autor: KB | Datum: 19.10.2021
Auch wenn noch ein bisschen Zeit ist - eine Frage beschäftigt schon jetzt viele von uns. Was ist eigentlich mit den Weihnachtsmärkten hier bei uns in Thüringen? Finden sie statt? Gibt es Einschränkungen? Welche Regeln werden gelten? Die gute Nachricht zuerst: In den Rathäusern wird schon fleißig für die Adventszeit geplant.

Ziel ist ganz klar: Die Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr auf jeden Fall wieder Besucher zum Glühweintrinken und Bummeln anlocken - wenn möglich, so wie vor Corona, ergab eine ANTENNE THÜRINGEN Umfrage. Ob das so ohne weiteres geht, steht auf einem anderen Blatt. Denn noch weiß niemand, welche Regeln in der Adventszeit gelten werden und was die Gesundheitsämter an Auflagen erteilen werden. Deshalb fahren die meisten Städte bei ihren Planungen mehrgleisig - von keinerlei Beschränkungen über Masken- und Abstandspflicht bis hin zu 2- oder 3-G-Regeln - um auf möglichst alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Mittelthüringen

Weimar und Apolda zum Beispiel planen ihre Weihnachtsmärkte akutell ohne Beschränkungen. So will Weimar etwa auf die Maskenpflicht verzichten. In Apolda wäre auch genügend Platz, um zwischen den Buden für Abstände zu sorgen. Anders in Erfurt: Hier wird aktuell darüber nachgedacht, den Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz einzuzäunen und nur Geimpfte und Genesene reinzulassen. Eine endgültige Entscheidung darüber ist aber noch nicht gefallen, heißt es von der Stadt. Die Weihnachtsmärkte in Erfurt und Weimar sollen am 23. November eröffnen, das Lichterfest in Apolda ist für das erste Adventswochenende geplant.

Nordthüringen

Wir hoffen, dass wir den Weihnachtsmarkt normal durchführen können, heißt es etwa aus Nordhausen. Aktuell laufen dazu die Gespräche, sagte uns ein Rathaussprecher. Dabei werden alle Optionen geprüft. Ähnlich sieht es auch in Mühlhausen aus. Auch hier werden die verschiedenen Möglichkeiten abgewogen - so wird etwa auch das 2G-Modell - also geimpft und genesen - durchgespielt - was das für Konsequenzen für Stadt, Händler und Besucher hätte, ob eine Einzäunung möglich wäre. Das ist aber nur eine Option, sagte uns eine Stadtsprecherin. Eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht. Der Weihanchtsmarkt in Nordhausen soll am 26. November starten, der in Mühlhausen ist für das dritte Adventswochenende geplant.

Ostthüringen

Jena, Rudolstadt und Greiz zum Beispiel planen ihre Weihnachtsmärkte akutell ohne große Beschränkungen. In Jena soll aber dort, wos eng wird, eine Maskenpflicht gelten. Greiz möchte darauf gern komplett verzichten - will stattdessen dafür sorgen, dass genügend Platz zwischen Händlern und Besuchern möglich ist. Deshalb wurde der Weihnachtsmarkt vom Kirchplatz in den Schlossgarten verlegt. Sollte sich die Lage ändern, hat Rudolstadt aber einen Plan B in der Tasche - der sieht etwa vor, dass im Gastrobereich 3G gilt. Wie genau das umsetzbar ist, wird noch geprüft. Der Weihnachtsmarkt in Jena startet am 25. November, der in Rudolstadt einen Tag später. Greiz plant seinen Weihnachtsmarkt um das dritte Adventswochenende.

Südwestthüringen

In Eisenach geht die Tendenz wohl zur 3G-Regel - sowohl für den Weihnachtsmarkt auf der Wartburg als auch den in der Stadt, so ein Sprecher der Wartburg - das alles aber noch unter Vorbehalt. Dabei würden die Burgmauern auf der Wartburg als natürliche Grenze fungieren, der Eisenacher Markt müsste eingezäunt werden. Geplant ist aber, ein gemeinsames Hygienekonzept zu erarbeiten. Der Eisenacher Weihnachtsmarkt startet am 22. November. Die Wartburg lädt an den Adventswochenende zum Glühweintrinken und Bummeln ein.