Thüringen Viele Kinder leben in Armut

Abschlussprüfung. Archivfoto: dpa.
Abschlussprüfung. Archivfoto: dpa.
Autor: MR | Datum: 22.05.2020
Trotz Landesprogrammen: Es gibt Stadteile und Siedlungen, da lebt fast jedes zweite Kind in Armut - das zeigt der neue Sozialstrukturatlas. Besonders betroffen sind demnach eher die mittelgroßen Städte. Altenburg, Artern und Mühlhausen haben die höchsten Hartz vier Quoten - von teils über 30 Prozent bei den unter 15-Jährigen.

Aber das Problem tritt auch in den großen Städten auf. Der Erfurter Norden und Südosten ist in etwa änlich betroffen wie Geras Stadtmitte oder Bieblach-Ost. Auch in Jena-Lobeda ist die Kinderarmutsquote hoch. In ländlicheren Gegenden sieht es dagegen weitaus besser aus.

Laut Sozialministerium ist Kinderarmut auch gleich Familienarmut - UND: Wer als Kind arm ist, bleibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sein Leben lang, heißt es in dem Atlas.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind noch nicht mit eingerechnet - die neuesten Zahlen für Armut, auf die der Atlas zurückgreift, stammen aus dem Jahr 2017.