Nordhausen Verkehrsberuhigung in der Altstadt

Foto: Stadtverwaltung - Altstadt Nordhausen
Foto: Stadtverwaltung - Altstadt Nordhausen
Autor: DS | Datum: 16.10.2020
Immer mehr Autos fahren durch Nordhausens Altstadt - darüber beklagen sich die Nordhäuser. Für die Stadt war das ein Anlass, mit einer Verkehrszählung zu klären, ob das wirklich auch stimmt.

Die Ergebnisse liegen nun vor.  Die Messung vom vergangenen September ergab: 80 Prozent mehr Autos sind durch die Altstadt unterwegs als noch vor zwei Jahren. Laut Stadtverwaltung sind das durchschnittlich 1.900 Fahrzeuge am Tag. Die meisten halten sich auch an das Tempo 30. Als Grund für die vielen Autos in der Altstadt, werden die umliegenden Baustellen und Sperrungen genannt. Sobald die Arbeiten beendet sind, nimmt der Verkehr ab, davon geht man zumindest in der Verwaltung aus.

Die Stadt erarbeitet ein Konzept, für eine verkehrsberuhigte Nordhäuser Altstadt.

Im „Verkehrskonzept 2025 sind 17 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation enthalten, wovon einige bereits realisiert wurden und andere aktuell geplant werden. Die Maßnahmen zielen überwiegend darauf ab, das Straßensystem um die Altstadt zu verbessern und damit den Durchgangsverkehr durch die Altstadt „unattraktiv" zu gestalten. Daran will die Stadtverwaltung auch für die Zukunft festhalten. So wurde im Bereich der gesamten Altstadt (Blasiistraße, Barfüßerstraße, Elisabethstraße, Altendorf, Rosengasse, Wiedigsburg, Am Alten Tor sowie Bingerhof) durch Anordnung einer Tempo-20-Zone ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich eingerichtet. Ferner verhindern wechselseitige Parkmöglichkeiten wirkungsvoll mögliche Geschwindigkeitsüberschreitung. Der Einbau von Bremsschwellen wurde ebenfalls geprüft aber für nicht zielführend bewertet. Denn die Schwellen erzeugen nicht nur mehr Lärm und verringern das Ansehen der Straßen, sondern führen zusätzlich zu einer weiteren Verkehrsgefährdung für zweirädrige Fahrzeuge wie Motorräder oder Fahrräder.