Erfurt Vergleich im Streit um Petersbergwäldchen

Foto: Stadt Erfurt
Foto: Stadt Erfurt
Autor: KB | Datum: 23.09.2020
Gerade da, wo Fronten verhärtet sind, ist Annährung fast aussichtslos. So sah es auch lange im Streit um das geschützte Wäldchen auf dem Erfurter Petersberg aus. Die Stadt wollte dort 80 Bäume fällen, weil sie angeblich nicht mehr standsicher sind. Der BUND sah das anders und zog vor Gericht - im Eilverfahren gabs ein Fällverbot. Jetzt haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt.

Der sieht vor, dass sich Stadt und BUND abstimmen müssen. Dafür wird das Wäldchen in einen inneren und einen äußeren Bereich unterteilt. Im äußeren Bereich - einem etwa 20 Meter breiten Streifen - darf die Stadt Bäume fällen, wenn diese eine Gefahr für Menschen, Gebäude oder Autos darstellen - auch wenn es dem BUND nicht passt. Dann muss die Stadt aber im Gegenzug im inneren Bereich ein Gehölz nachpflanzen. Das gabs bisher nicht. Innerhalb des Wäldchens wiederum darf nur mit Zustimmung des BUND gefällt werden - ansonsten bleibt der Baum stehen.

Begrüßt wird der Vergleich etwa von der Bürgerinitiative Stadtbäume statt Leerräume - wir sind zufrieden, schreibt die Initiative auf ihrer Facebookseite.