Sondershausen Uhus stoppen Bauarbeiten am Kyffhäuserdenkmal

Foto: Redaktion
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Autor: LG | Datum: 08.04.2021
Eidechsen, Käfer oder Fledermäuse - sie alle haben schon dafür gesorgt, das große Bauprojekte aufgehalten werden mussten - und jetzt ist ein Uhu-Pärchen der Grund dafür, dass am Kyffhäuser nicht weiter gebaut werden kann. Vergangene Woche wurde das Nest der Uhus unterhalb vom Denkmal entdeckt - die Naturschutzbehörde, das Bauamt und ein Uhu-Experte sollen jetzt vor Ort klären, wann und wie weiter gebaut werden kann. 

Seit vergangenem Sommer wird der Steilhang unterhalb vom Kyffhäuserdenkmal gesichert - damit es hier nicht mehr zu Felsabbrüchen kommt und auch das über 100 Jahre alte Denkmal standsicher bleibt. Im Sommer soll die Hangsicherung abgeschlossen sein und um die 3,2 Millionen Euro kosten. 

Eventuell könnten die Bauarbeiten jetzt wegen der Uhus länger dauern und teurer werden, heißt es aus dem Kyffhäuserkreis - aber das müssen wir dann eben akzeptieren. Die Vögel gelten als streng geschützt, deshalb können vorerst wahrscheinlich nur die Arbeiten weitergehen, die weit genug vom Nest entfernt sind.

Das Denkmal an der Landesgrenze von Thüringen und Sachsen-Anhalt greift die Sage vom Kaiser Barbarossa auf, welcher der Legende zufolge im Kyffhäuser-Gebirge schläft. Das 81 Meter hohe Bauwerk (1890 - 1896) zeigt ein Reiterstandbild des Kaisers Wilhelm I. und eine schlafende Barbarossafigur. 

Vor Kurzem wurde eine Stiftung gegründet, die ab 2024 - ähnlich wie die Wartburg-Stiftung in Eisenach - unter anderem für die Bewirtschaftung und Vermarktung des Denkmals zuständig sein wird. Bislang ist die Kur und Tourismus GmbH Bad Frankenhausen der Betreiber.