Kreis Sömmerda Talsperrenwasser für Haushalte

Unseren Trinkwassertalsperren geht es trotz Trockenheit gut. Foto: Thüringer Fernwasserversorgung
Unseren Trinkwassertalsperren geht es trotz Trockenheit gut. Foto: Thüringer Fernwasserversorgung
Autor: PK | Datum: 16.10.2019
Rund 45.000 Menschen im Kreis Sömmerda sollen künftig mit Talsperrenwasser aus dem Thüringer Wald versorgt werden. Dafür werden gerade die technischen Voraussetzungen geschaffen, teilte Umweltstaatssekretär Olaf Möller mit. In Tunzenhausen, einem Ortsteil von Sömmerda, begannen die Bauarbeiten für eine Übergabestelle. Dort soll das Fernwasser aus der Ohra-Talsperre (Kreis Gotha) in das Netz des Trinkwasserzweckverbandes "Thüringer Becken" eingespeist werden. Das Talsperrenwasser gilt als kalkärmer als das aus einigen Trinkwasserbrunnen.

Die trockenen Jahre 2018 und 2019 haben gezeigt, wie wichtig die Versorgung mit Trinkwasser auch über das Fernwassernetz ist, sagte Möller. Das Umweltministerium fördere das Projekt mit zunächst etwa zehn angeschlossenen Kommunen mit 2,5 Millionen Euro. Der Wasserzweckverband investiert 5,6 Millionen Euro. Ab dem übernächsten Jahr soll das Fernwasser in die Haushalte der Region fließen.

45 Prozent des Trinkwasserbedarfs werden im Freistaat aus Wasser der Talsperren Leibis/Lichte, Ohra, Schönbrunn, Scheibe-Alsbach und Neustadt gedeckt.