Thüringen SuedLink Klage abgewiesen - Widerstand wird fortgesetzt

Die Trasse soll bis zu einem Kilometer breit werden. Foto: dpa
Die Trasse soll bis zu einem Kilometer breit werden. Foto: dpa
Autor: MR | Datum: 10.12.2019
Thüringen ist mit seiner Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland gescheitert - Der Freistaat hatte gegen den Trassenverlauf des Suedlinks geklagt - das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Klage aber abgewiesen.

Aus formalen Gründen, hieß es zur Begründung vom Gericht. Die Richter haben wieder nicht die Thüringer Argumente geprüft, sagte Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff. Hauptkritikpunkt ist, dass die Gradlinigkeit der Stromtrasse missachtet wird - dann würde der Südlink von Schleswig-Holstein über Niedersachsen und Hessen nach Bayern und Baden-Würtemberg führen - Thüringen wäre dabei nur ganz im Westen betroffen.

Netzbetreiber Tennet will den Südlink allerdings durch das Eichsfeld, den Unstrut-Hainich- und Wartburgkreis nach Süddeutschland führen. Wir werden auf politischer Ebene den Widerstand fortsetzen, kündigte Hoff an. Ende des Jahres soll die finale Entscheidung über den Trassenverlauf fallen.

Der Südlink soll Strom aus Norddeutschland nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren.