THÜRINGEN Sperrstunde kommt bei weiterer Corona-Verschlimmerung

Symbolfoto. adobestock
Symbolfoto. adobestock
Autor: DS | Datum: 17.10.2020
Auch Gastronomen und Nachteulen bei uns müsen sich auf eine mögliche Sperrstunde bei einer heftigeren Entwicklung der Corona-Infektionen einstellen. «Ein paar wenige Dinge werden wir jetzt noch aufnehmen müssen, beispielsweise die Sperrstunde ab 23.00 Uhr, wenn die Infektionszahlen noch weiter steigen», sagte Gesundheitsministerin Heike Werner heute in einem von ihrem Ministerium veröffentlichten Video. http://dpaq.de/R9aFl

Zuvor hatten sich die Länder und die Kanzlerin auf strengere Maßnahmen verständigt. Darin hieß es auch, dass es ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine entsprechende Sperrstunde geben soll.
Anders als etwa in Bayern gibt es in Thüringen bislang keine solche Regelung.

Fraglich ist allerdings inzwischen, ob eine Sperrstunde grundsätzlich rechtlich standhält. In Berlin hat das Verwaltungsgericht die dortige Regelung gestern gekippt. Es argumentierte, eine Sperrstunde sei für eine nennenswerte Corona-Bekämpfung nicht erforderlich.

Neben der Stadt Gera gelten zur Zeit vor allem der Landkreis Sömmerda und das Eichsfeld als Brennpunkte der Pandemie in Thüringen.