Erfurt Schweinepest auf dem Weg nach Thüringen?

Schweinepest-Erreger in Wildschweinen in Belgien nachgewiesen. Symbolfoto: pixabay
Schweinepest-Erreger in Wildschweinen in Belgien nachgewiesen. Symbolfoto: pixabay
Autor: SB | Datum: 14.09.2018

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in Belgien hat Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner zur Vorsicht gemahnt. "Die Seuchengefahr ist angestiegen", sagte die Linken-Politikern heute (Freitag) in Erfurt. Wer ein totes Wildschwein entdecke, solle dies unverzüglich bei den Behörden melden.

Derzeit gibt es den Angaben zufolge in Deutschland noch keinen Fall der für Schweine tödlichen Erkrankung, die für den Menschen ungefährlich ist. Werner unterstrich, dass es verboten ist, Lebensmittel tierischen Ursprungs wie etwa Wurst aus Seuchengebieten mitzubringen. Dies gelte sowohl für Reisende als auch für Menschen, die beispielsweise als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft oder als Transitfahrer beschäftigt seien.

Aufgetreten ist die Afrikanische Schweinepest bisher in der Russischen Föderation, Weißrussland, der Ukraine, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Rumänien, Moldawien, Ungarn, Tschechien und Bulgarien. Nach Angaben belgischer Behörden wurden die Erreger jüngst auch in zwei toten Wildschweinen nachgewiesen - nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.