Erfurt / Arnstadt Prozessbeginn: Mord aus Rache?

Erfurter Landgericht. Symbolfoto: dpa
Erfurter Landgericht. Symbolfoto: dpa
Autor: CL | Datum: 21.01.2021
Aus Hass und Rache hat ein Mann nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nach der Trennung seine Ehefrau ermordet. Der 49-Jährige soll heimtückisch und aus niederen Motiven gehandelt haben, so der Staatsanwalt bei der Anklageverlesung am Donnerstag am Landgericht Erfurt.

Es geht um einen Vorfall im Juli vergangenen Jahres. Der Angeklagte soll gezielt auf seine Ex-Frau zugefahren sein. Mit mindestens 70 Stundenkilometern habe er sie angefahren und sei danach geflohen. Die 40-Jährige war mit dem Fahrrad in Arnstadt unterwegs und sei durch den Aufprall mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden. Sie starb noch am gleichen Tag im Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Die Anklage lautet auf Mord in Tateinheit mit gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Grund für die Amokfahrt war nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Trennung der Eheleute zwei Jahre zuvor. Der 49-Jährige habe sich auch dafür rächen wollen, dass die beiden gemeinsamen Kinder bei der Frau und ihrem neuem Partner lebten und die Kinder den Mann als Stiefvater anerkannten. Zudem soll auch Streit um Geld aus dem Verkauf des gemeinsamen Hauses eine Rolle gespielt haben.