Erfurt Projekt zur Verkehrswende gestartet

Symbolfoto: Pixabay
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Autor: KB | Datum: 16.06.2021
Noch mal schnell zum Supermarkt, das Kind zum Sport bringen oder sich mit Freunden im Park treffen - normalerweise werden sich die meisten von uns für diese Wege ins Auto setzen. Vor allem auf dem Land - machen wir uns nichts vor - gibt es meistens gar keine andere Möglichkeit - weil die Wege zum Laufen oder fürs Rad viel zu weit sind, die Busse nur zweimal am Tag fahren. In der Stadt ist das alles ein bisschen einfacher - auch das ist klar. Deshalb wird hier schon ein Stück weiter gedacht - in Erfurt zum Beispiel gehts jetzt ans Eingemachte - es sollen Antworten auf die Frage, welche Angebote brauchen die Menschen, damit sie ihr Auto stehen lassen oder sogar abschaffen, gefunden werden.

Das Versuchsfeld ist das Wohnviertel am Berliner Platz. Denn fest steht: mehr als 80 Prozent aller Wege, die wir machen, beginnen dort, wo wir wohnen. Bedeutet im Umkehrschluss: wenn ich da entsprechende Mobilitätsangebote habe - wie Bus und Straßenbahn, Leihautos oder auch -fahrräder, würde ich vielleicht sogar auf ein eigenes Auto verzichten können. Ob dem wirklich so ist, soll die Fachhochschule Erfurt herausfinden - dafür ist eine Umfrage unter den Bewohnern am Berliner Platz geplant - geklärt werden soll, welche Angebote in Sachen Mobilität sie sich wünschen. Daraus sollen Potentiale abgeleitet werden. Im Ergebnis sollen dann Angeboten wie Lastenfahrräder zum Ausleihen, eine bessere Taktung von Straßenbahn und Bus oder auch Leihautos geschaffen werden, die sich aber am tatsächlichen Bedarf orientieren.

Und appropos Leihauto - der erste Schritt dafür wurde heute getan und eine Elektro-Ladesäule aufgestellt - in den nächsten Wochen soll dann ein E-Auto folgen, das Sie sich ausleihen und gern auch mal probefahren können.