Sonneberg Piko: "Wir wollen die Nummer-Zwei auf dem Modellbahnmarkt werden"

Im Corona-Jahr haben offenbahr viele ihre Leidenschaft für Modelleisenbahnen neu- und wiederentdeckt Foto:Redaktion
Im Corona-Jahr haben offenbahr viele ihre Leidenschaft für Modelleisenbahnen neu- und wiederentdeckt Foto:Redaktion
Autor: BP | Datum: 13.01.2021
Der Thüringer Modelleisenbahn-Hersteller Piko blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2020. Gestern hatte das Sonneberger Unternehmen seine alljährliche Pressekonferenz. Alles in Allem stand am Ende ein Umsatzplus von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf dem Zettel.

"Da wird natürlich gleich gefragt, ob wir von der Corona-Krise profitiert haben", sagte uns Geschäftsführer Dr. René Wilfer.

"Auf jeden Fall haben wir nicht unter der Krise gelitten." Sehr deutlich hätte sich das etwa im Verkauf von Gleisen bemerkbar gemacht. Offenbar haben viele den Lockdown genutzt, um die heimischen Strecken etwas auszubauen. Hier gab es Zuwächse von über 40 Prozent.

"Auch der Gartenbahnbereich ist sehr, sehr stark gelaufen. Das sind relative Große Modelle und auch Gebäude. Da hatten wir in Deutschland, in Europa und auch in den USA ein gutes Jahr gehabt", so Wilfer. Gerade in den Vereingiten Staaten habe sich der Umsatz in diesem Segment um über 40 Prozent gesteigert. "Das geht sicher auf die Corona-Situation zurück, weil die Leute einfach zu Hause bleiben mussten - und Geld haben sie ja und Platz haben sie auch", lächelte Wilfer.

"Dann haben sie sich halt um die Gartenbahnen gekümmert. Und das haben wir deutlich gemerkt."

Auch für die kommenden Jahre bleibt man bei Piko optimistisch. "Wir gehen mal davon aus, dass es relativ stabil auf dem Niveau weitergeht.", sagte Wilfer. Für nächstes Jahr sei ein Plus von knapp 5 Prozent geplant. Und für die weitere Zukuft hat sich das Unternehmen die Ziele hoch gesteckt. "In fünf Jahren wollen wir die Nummer-Zwei auf dem Modellbahnmarkt werden. Da sind wir schon auf einem ganz guten Weg.", so Wilfer. In den letzten drei Jahren habe man insgesamt 47,7 Prozent zugelegt.

Und es sieht wohl so aus, als dass auch das Jahr 2021 gut anfängt. Die neuen Kataloge sind raus - und die Resonanz auf die neuen Modelle scheint bisher überwiegend positiv zu sein. Das Flaggschiffmodell in diesem Jahr ist übrigens die BR83.10. Eine Dampflock im Maßstab 1:87. Für die wurde extra ein neuer Dekoder - eine Art Steuermodul - entwickelt.

"Und der hat ganz, ganz neue Funktionen", so Wilfer. "Wir werden hier mit Sound und mit Rauch operieren können. Wir haben Radsensoren gebaut, sodass sie einen radsynchronen Dampfausstoß und Sound bekommen. Das sind Geschichten, die es in diesem Sektor bisher noch nicht gab."