Eisenach Opel: Offener Brief der Ministerpräsidenten an Stellantis

Opelwerk in Eisenach. Foto: Redaktion
Opelwerk in Eisenach. Foto: Redaktion
Autor: CL | Datum: 14.10.2021
Die drohende Zerschlagung des Autobauers Opel hat bei den Landesregierungen von Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz Sorgen um die Arbeitsplätze ausgelöst. In einem gemeinsamen Brief an den Chef des Opel-Mutterkonzerns Stellantis, Carlos Tavares verlangten die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Volker Bouffier und Malu Dreyer am Donnerstag nähere Informationen und eine Rückkehr zur vertrauensvollen Kommunikation über die aktuelle Situation des Unternehmens und seiner Standorte. "Mit dem gemeinsamen Brief artikulieren wir die Sorgen vieler Menschen an den Opel-Standorten in Deutschland um die Zukunft des Traditionsunternehmens Opel-Deutschland", sagte Ramelow.

Letzte Woche waren Stellantis-Pläne bekannt geworden, die beiden Produktionswerke Rüsselsheim und Eisenach aus der deutschen Einheit Opel Automobile GmbH herauszulösen. Während die Arbeit in den anderen Stellantis-Werken trotz des Halbleitermangels weitergeht, wurde das Werk in Eisenach für drei Monate dicht gemacht. Beschäftigte und Politik fragen sich, warum? Das Werk ist ein industrieller Ankerpunkt für die ganze Region, da hängen auch die Zulieferer dran, betonte Ramelow.

Nächste Woche soll es im Thüringer Landtag eine Aktuelle Stunde zu dem Thema geben, wie Linke, SPD, Grüne und die FDP angekündigt haben. "Eine Flucht aus der Mitbestimmung von Stellantis oder gar die Zerschlagung von Opel werden wir nicht hinnehmen", sagte Andreas Schubert von der Linksfraktion. Auch Vertreter von Grünen, SPD und FDP zeigten sich besorgt.