Thüringen Obstdiebe vor allem in Stadtnähe aktiv

Nicht überall ist Selbstpflücken erlaubt. Symbolfoto: Pixabay
Nicht überall ist Selbstpflücken erlaubt. Symbolfoto: Pixabay
Autor: KB | Datum: 14.09.2019
Sich auf Plantagen oder Feldern an Äpfeln, Kartoffeln oder Blumen selbst bedienen - nach wie vor ist diese Art der Diebstähle Thema bei den Thüringer Obstbauern und Gartenbaubetrieben. Die Zahlen bewegen sich aber auf einem niedrigen Niveau, heißt es vom zuständigen Landesverband. Vor allem nach den beiden Extremsommern zählt für die Betriebe jeder Apfel und jeder Blumenkohl, sagte ein Sprecher. Je näher ein Betrieb an einer Stadt liegt, desto eher bedienen sich die Menschen selbst - ohne zu zahlen. Auf dem Land hingegen ist der Reiz nicht so hoch - hier haben die meisten Menschen einen eigenen Garten.

Um die Obst- und Gemüsediebstähle einzudämmen, setzen die Betriebe auf regelmäßige Kontrollen, Zäune und Kameras - bieten aber auch die Möglichkeit, gegen einen günstigeren Preis selbst zu flücken oder im Hofladen einzukaufen. Möglich ist aber auch, auf Streuobstwiesen selbstzupflücken, wenn diese Flächen den Kommunen gehören. Beim Pflücken sollte darauf geachtet werden, die Bäume nicht zu beschädigen oder die Flächen nicht mit dem Auto zu zerfahren.

Dem Landesamt für Statistik zufolge wurden in Thüringen im vergangenen Jahr von den gewerblichen Unternehmen rund 34.000 Tonnen Äpfel und fast 2.000 Tonnen Süßkirschen geerntet.