Erfurt Landtag debattiert über Gründe für Fremdenhass

Landtagssitzung heute mit Regierungserklärung. Foto: Thüringer Landtag
Landtagssitzung heute mit Regierungserklärung. Foto: Thüringer Landtag
Autor: PK | Datum: 08.11.2018

Die ungleichen Lebensverhältnisse in Ost und West - sie sind aus Sicht der Thüringer Landesregierung eine Ursache für die hohe Ausländerfeindlichkeit. Viele Menschen im Freistaat fühlen sich noch immer als Menschen zweiter Klasse, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow in seiner Regierungserklärung zum aktuellen "Thüringen-Monitor".

"Die Menschen hier arbeiten länger, erhalten weniger Lohn, und sie müssen sich dann noch anhören, sie wären undankbar," so Ramelow wörtlich im Landtag. Die Angst vor Flüchtlingen sei eine Projektionsfläche für tiefer liegende Probleme, ergänzte SPD-Fraktionschef Matthias Hey. - Auch ein überdurchschnittlich starkes Heimatgefühl der Thüringer zeigt die Studie. Das dürfe aber nicht mit Trutzburg-Mentalität verwechselt werden, so Ramelow. Thüringen sei auf Zuwanderung angewiesen.