Dingelstädt Klagemauer am Familienzentrum Kerbscher Berg

Foto: Bistum Erfurt
Foto: Bistum Erfurt
Autor: LG | Datum: 03.05.2021
"Friss nicht alles in dich rein, sonst gibts ein Magengeschwür" - sagt man ja so... Und auch der Unmut und Ärger über Corona muss irgendwohin. 

Das Familienzentrum Kerbscher Berg im Eichsfeld hat extra dafür jetzt eine Klagemauer aufgestellt, sagt uns Pia Schröder vom Familienzentrum: "Die Mauer ist etwa anderthalb Meter hoch und zwei Meter breit und aus rotem Backstein zusammengesetzt. In die Ritzen zwischen den Steinen kann jeder einen kleinen Zettel mit seiner ganz prsönlichen Klage stecken." 

"Denn wir haben einfach gemerkt, dass viele Familien echt mit der aktuellen Situation zu kämpfen haben. Diese Ungewissheit - Schule auf Schule zu, da liegen die Nerven einfach blank." 

30 - 35 Zettel stecken jetzt schon in der Klagemauer. Reingeschaut hat Frau Schröder aber noch nicht: "Wir warten noch bis Ende der Woche und fassen die Klagen dann ein bisschen zusammen. Nächste Woche Mittwoch werden die Klagen dann in einem Bittgottesdienst vorgetragen und am Sonntag zur Frauenwallfahrt an Bischof Ulrich Naymeyr übergeben." 

Der dann auch mit Verantwortlichen aus der Politik über die Anliegen der Leute spricht. "Wir wollen, dass die Bitten und Klagen der Leute nicht ungehört bleiben.", sagt Schröder.

Wenn Sie nicht extra zum Kerbschen Berg fahren können oder wollen, dann können Sie Ihre Klage auch online einreichen. Das geht einfach hier auf der Website vom Kloster Kerbscher Berg. Und auch in Erfurt hat die Seelsorge einen Kummerkasten für die Bitten und Klagen der Leute aufgehängt. Den finden Sie an der Diözesan-Medienstelle in der Regierungsstraße 45.