Thüringen Kita - keine Corona-Hotspots

Symbolfoto: dpa
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Autor: ES | Datum: 30.06.2020
In den vergangenen Wochen wurde kontrovers diskutiert, ob Kindergärten durch den Regelbetrieb zu Corona-Infektionsherden werden könnten. Nun liegen erste Erfahrungen vor.

Keine Fälle in den Städten

Obwohl in den Kindergärten in Thüringen inzwischen wieder sehr viele Kinder betreut werden, hat es dort zuletzt nur in Einzelfällen Corona-Infektionen gegeben. Unter anderem in den kommunalen Kitas in Erfurt, Jena, Weimar und Eisenach eien  bislang überhaupt keine Corona-Fälle seit Mitte Mai aufgetreten, hieß es in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Seit diesem Zeitpunkt haben die Kindertageseinrichtungen im Land wieder im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet; das heißt, dort werden nun wieder grundsätzlich alle Kinder betreut. Im Notbetrieb zuvor waren nur die Kinder von Eltern etreut worden, die bestimmten Berufsgruppen angehörten.

Einzelfälle in den Landkreisen

Anders als in den vier Städten ist die Lage in einigen Landkreisen. Dort gab es in den Kindergärten einzelne Fälle, bei denen Kinder oder Erzieher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden sind. Gemessen an der Gesamtzahl der in den Einrichtung betreuten Kindern, ist die Zahl dieser Fälle allerdings sehr gering.

So hieß es beispielsweise aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, dort habe es zuletzt in mehreren Gemeinden Corona-Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen gegeben. Ein Sprecher des Landkreises sagte, es habe in einem Kindergarten in Steinbach-Hallenberg zwei Corona-Fälle unter den dort Beschäftigten gegeben sowie einen vergleichbaren Fall in einer Kita in einingen. Zudem sei das Coronavirus bei einem Kita-Kind in Floh-Seligenthal nachgewiesen worden. Außerdem sei eine Infektion bei einem Schüler in einer Schule in Schmalkalden bestätigt worden. Auch aus dem Landkreis Sonneberg waren zuletzt mehrere Corona-Infektionen aus Kitas gemeldet worden.

Ein Fall - viele Menschen betroffen

Trotz dieser insgesamt niedrigen Infektionszahlen in der Kindergärten zeigt besonders das Beispiel der Corona-Fälle aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, wie viele Menschen betroffenen sind, wenn eine Infektion nachgewiesen wird. Denn wenn in einer Gemeinschaftseinrichtung auch nur ein bestätigter Fall auftritt, müssen viele Menschen in Quarantäne. Nach Angaben des Sprechers des Landkreises führten die insgesamt fünf bestätigten Corona-Fälle in den Kitas sowie der Schule dazu, dass insgesamt 152 Personen vorübergehend das Haus nicht mehr verlassen durften: Neben den Infizierten auch - soweit mit ihnen in einem Haushalt lebend - deren Eltern, Geschwister und andere Menschen aus dem privatem Umfeld.

Quelle dpa