Thüringen Karneval ohne Schunkeln und Kamelle

Archivfoto: dpa
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Autor: LM | Datum: 16.10.2020
Ganz auf Karneval verzichten? Bisher keine Option für Thüringens Narren. Auf das Schunkeln und Küsschen müssen sie bei Prunksitzungen und Umzüge aber verzichten. So steht es in einer Handlungsanweisung für die fünfte Jahreszeit in der Corona-Pandemie, die das Gesundheitsministerium an Kreise und Städte geschickt hat.

Verboten wird darin auch Schnaps bei Saalveranstaltungen - bei Umzügen ist gar kein Alkohol erlaubt. Und auch auf das Kamelle werfen müssen die Narren verzichten. Ebenso auf das Animieren des Publikums zum gemeinsamen Tanzen, Singen und Schunkeln, heißt es in der Anweisung. Die Karnevalssaison beginnt am 11. November.

Land und Landesverband der Thüringer Karnevalvereine (LTK) hatten die Regelungen für die Veranstaltungen, zu denen in Thüringen Jahr für Jahr Zehntausende Menschen strömen und dabei ausgelassen feiern und meist auch Alkohol trinken, erarbeitet. «Es ist so, dass wir in diesen Zeiten keinen normalen Karneval feiern können», sagte LTK-Präsident Michael Danz. «Unsere Einstellung ist, wir wollen nicht absagen.» Wegen Abstandsregeln und eingeschränkter Besucherzahlen seien in dieser Saison aber nur kleine Veranstaltungsformate möglich. Dabei gelten Abstandsregelungen auch für die Aktiven auf der Bühne.

In Thüringen steigen ebenso wie in anderen Bundesländern die Corona-Infektionszahlen derzeit wieder stark an. Die Karnevalsumzüge in Wasungen und Erfurt im Februar wurden bereits abgesagt.