Thüringen Ilmkreis rutscht in Warnstufe 1

Symbolfoto: Pixabay
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Autor: LG | Datum: 13.09.2021
Für die einen warens am Wochenende die Konzerte von Clueso und Roland Kaiser in Apolda - die anderen haben Konfirmation, Jugendweihe oder Geburtstag gefeiert - für den Moment genießen wir das Gefühl von Normalität, aber bei vielen bleibt die Sorge - was ist mit Corona. Steigen die Zahlen wieder? - Der Ilmkreis hat heute Warnstufe eins erreicht - weil die Fallzahlen gestiegen sind und mehr Menschen mit Corona ins Krankenhaus gekommen sind. 

Warnstufe eins bedeutet im Ilmkreis, dass in Gaststätten, Hotels oder auch in Fitnessstudios 3G gilt - also rein kommt nur, wer gegen Corona geimpft, getestet oder genesen ist. Außerdem soll das Testangebot in Schulen ausgeweitet werden. Diese Allgemeinverfügung will der Landkreis heute noch ans Land schicken, damit das Gesundheitsministerium das so schnell wie möglich absegnet und die Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden können, hat uns eine Sprecherin vom Landratsamt gesagt. Wenn 3G gilt, soll die Lage weiter beobachtet werden, um im Notfall noch weitere Maßnahmen zu ergreifen - sollten die Corona-Zahlen nicht wieder runtergehen.

In Weimar liegt die 7-Tage-Inzidenz den vierten Tage hintereinander über 35, genauso auch in Sömmerda - weil die Krankenhaus-belegung aber noch im Rahmen ist, rutschen die Stadt und der Kreis noch nicht in die erste Warnstufe. Ähnlich sieht es in Erfurt aus - die 7-Tage-Inzidenz liegt hier schon länger über 35 - die Krankenhausbelegung mit Corona-Patienten geht hier mittlerweile aber wieder zurück.

Im Kreis Hildburghausen und in Suhl gilt die erste Warnstufe schon seit einer Woche. Der Kreis Hildburghausen hat deshalb ebenfalls 3 G eingeführt - in Suhl wurde darauf verzichtet. die Corona-Fälle konnten hier genau eingegrenzt werden, heißt es aus der Stadt. Deshalb sollten keine Maßnahmen für alle Leute ergriffen werden. In Sonneberg sind die Fallzahlen aktuell auch sehr hoch - weil hier die Krankenhausbelegung aber noch im Rahmen ist, ist der Kreis noch nicht in die erste Warnstufe gerutscht.

Im Saale-Orla-Kreis ist im wahrsten Sinne des Wortes noch alles im grünen Bereich - die 7-Tage-Inzidenz liegt weit unter 35 und auch die Krankenhaus-Belegung mit Corona-Patienten fällt nicht ins Gewicht. Anders siehts dagegen im Altenburger Land, dem Saale-Holzland-Kreis, Gera oder Jena aus - hier werden durchweg höhere Corona-Fallzahlen gemeldet. Die Krankenhausbelegung ist aber noch im Rahmen, sodass die Kreise und Städte noch nicht in Warnstufe eins rutschen. 

Im Eichsfeld und dem Kyffhäuserkreis ist die Lage ebenfalls noch im grünen Bereich - die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell unter 35 und auch die Krankenhausbelegung liegt unter der Grenze von 4. die erste Warnstufe ist deshalb vorerst kein Thema - Im Kreis Nordhausen spitzt sich die Lage dagegen entwas zu - hier liegt die Inzidenz nur noch knapp unter 35 und die Corona-Fälle im Krankenhaus haben die Grenze von 4 mittlerweile überschritten. Wenn beide Kriterien zwei Tage infolge erfüllt sind, rutscht der Kreis in die erste Warnstufe.