Thüringen Holter will Schulgesetz korrigieren

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay
Autor: PK | Datum: 27.09.2018

Um kleine Grundschulen auf dem Land zu retten - will Bildungsminister Helmut Holter beim geplanten Schulgesetz nachjustieren. So sollen künftig alle dieser Schulen mindestens 80 Schüler haben müssen. Bisher galt diese Untergröße nur für Orte, mit weniger als 6.500 Einwohnern. Darüber sollten es mindestens 160 Kinder sein, die eine Grundschule haben muss. Das aber hieße - mit Blick auf die geplanten Gemeinde-Fusionen - für viele kleine Schulen das Aus. Auch eine Höchstzahl für Klassengrößen will Holter nicht mehr vorgeben. Heute Nachmittag trifft er sich mit den Landräten, um über die Situation an Thüringens Schulen zu diskutieren.

Der Thüringer Lehrerverband hatte die konkreten Zahlen vorher als "nicht vernünftig" und zu hoch kritisiert. Auch die Opposition missbilligte die Pläne. "Was Rot-Rot-Grün plant, bringt in absehbarer Zeit zahllose Schulen vor allem im ländlichen Raum in Existenznot", hieß es etwa von der CDU-Fraktion. Sie hatte vorgerechnet, dass nach den Regeln des geplanten Schulgesetzes fast vier von zehn Thüringer Schulen zu wenig Schüler oder zu wenig Klassen pro Klassenstufe haben.