Thüringer Hilfe für Ex-Diensthunde

Es gibt Polizeihunde für unterschiedlichste Aufgaben. Symbolfotos: pixabay
Es gibt Polizeihunde für unterschiedlichste Aufgaben. Symbolfotos: pixabay
Autor: PK | Datum: 15.05.2019
Sie erschnüffeln Drogen und Sprengstoff: Hunde unterstützen auch die Thüringer Polizei. Damit sich deren zweibeinige Partner besser um die Tiere kümmern können, gibt es nun eine neue Verordnung. Es geht um Ex-Diensthunde. Hier werden die Beamten jetzt besser bei der Betreuung unterstützt. Und das schon rückwirkend, ab 1. Januar.

 

"Hundeführer und Diensthund waren ein Leben lang ein Team. Da dürfen wir dieses Band im Alter des Tieres nicht herzlos zerschneiden," sagte Innenminister Georg Maier.

Die neue Dienstanweisung sieht vor, dass ein nicht mehr einsatzfähiger Polizeihund ab einem Alter von acht Jahren bei seinem bisherigen Hundeführer bleiben kann. Der Beamte erhält in diesem Fall 50 Euro pro Monat für Futter und Pflege. Anfallende Tierarztkosten werden ersetzt. Bisher waren die Hundeführer meist ausschließlich privat für den Unterhalt der Tiere aufgekommen, wenn diese aus dem Polizeidienst ausschieden - wegen komplizierter Regelungen in der bisherigen Verordnung.

Maier hatte vor wenigen Monaten angekündigt, die Unterhaltsregelungen für Ex-Polizeihunde verbessern zu wollen. Vor allem müsse das Land mehr Geld als bisher geben, um die Krankheitskosten ehemaliger Diensthunde mitzufinanzieren. Besonders Brandspürhunde erkranken im Alter häufig an Krebs, weil sie in ihrer Dienstzeit regelmäßig gesundheitsschädlichen Dämpfen ausgesetzt sind.

Die Hunde leben in aller Regel schon während ihrer aktiven Dienstzeit bei den Beamten zu Hause. Nach Angaben des Innenministeriums erhalten die Hundeführer dann eine Aufwandsentschädigung in Höhe von etwa 96 Euro monatlich. Laut Polizei entschieden die Hundeführer selbst, ob sie ihren Hund privat weiter halten, wenn er aus dem Dienst scheidet. Viele Beamte betreuten den Hund aber bis zu seinem Lebensende.

Pro Jahr kauft die Polizei etwa zwölf neue Diensthunde. Es gibt in Thüringen vier Polizei-Hundestaffeln in Gotha, Suhl, Nordhausen und Gera. Aktuell gibt es 72 Polizeihunde und 57 Diensthundeführer.