Apolda Haben Schuldeneintreiber ein Auto angezündet?

Der Mercedes ist mittlerweile abgeschleppt. Die Reste des Löschwassers sind noch zu sehen. Foto: Redaktion
Der Mercedes ist mittlerweile abgeschleppt. Die Reste des Löschwassers sind noch zu sehen. Foto: Redaktion
Autor: MR | Datum: 03.05.2021
Laut Polizei könnten dubiose Schuldeneintreiber hinter der Brandstiftung in Apolda stecken. In der Alexanderstraße ist heute morgen ein neuer Mercedes-Hybrid-SUV samt Carport abgebrannt - auch das neugebaute Wohnhaus hat wohl einiges abbekommen. Erstbezug war vor etwa einem Jahr, sagte uns die Polizei. Jetzt laufen die Ermittlungen. Der Schaden über 100.000 Euro. 

Die Ermittler schätzen, dass es in etwa so abgelaufen sein könnte: Jemand konnte seine Schulden nicht bezahlen, deshalb wird sein Auto abgefackelt. Das müssen aber noch Ermittlungen zeigen. Eine Art Organisation soll aber nicht dahinter stecken, sondern "dubiose Schuldeneintreiber".

Direkt nach der Tat haben Zeugen, laut Polizei, noch einen Mann vom Tatort wegrennen sehen. Dann habe es einen lauten Knall gegeben, schilderte uns ein Bewohner. Er habe dann die Nachbarn wach geklingelt. Drei Häuser mussten evakueiert werden, verletzt wurde zum Glück niemand. Der Schaden liegt aber deutlich über 100.000 Euro. Das war wohl allein schon der Wagen wert. Die Polizei sprach auch von einem Streit zuletzt zwischen der Frau des Mannes, dessen Auto abgebrannt ist und den Schuldeneintreibern.

Ein Elektroauto zu löschen ist dabei auch kaum möglich. Zumindest braucht die Feuerwehr Ausdauer und wahnsinnig viel Wasser. Ein normales Einsatzfahrzeug hat im Schnitt 2000 Liter geladen. Tesla zum Beispiel gibt an, dass für ein Modell S aber schon 11.000 Liter Wasser zum Löschen benötigt werden. Die Batterie muss dann über Stunden ausgekühlt werden. Der abgebrannte Mercedes-SUV in Apolda konnte nach ein paar Stunden Akkukühlung schließlich abgeschleppt werden.