Thüringen Gutes Zeugnis für Bildungssystem

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay
Autor: PK | Datum: 14.08.2020

Thüringen investiert bundesweit am meisten in die Bildung. Kein anderes Bundesland gibt so viel Geld pro Schüler aus. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Bildungsmonitors, der heute Mittag vorgestellt wurde. Im Ländervergleich kann der Freistaat seinen dritten Platz verteidigen.

Auch bei der Frage, wie viele Schüler auf einen Lehrer kommen, ist Thüringen Spitzenreiter. Das Problem: die Lehrer sind überdurchschnittlich alt. Da muss gegengesteuert werden, weiß auch Bildungsminister Helmut Holter. Er verweist auf die schon laufende Kampagne, mit der neue Kollegen angeworben werden sollen. Punkten kann der Freistaat bei den Wissenschaftlern auch mit den Ganztagsangeboten an Kindergärten und Grundschulen. Kritisiert wird, dass überdurchschnittlich viele junge Ausländer die Schule ohne Abschluss verlassen.

Im vergangenen Jahr hatte sich der Freistaat im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am deutlichsten verschlechtert und war vom zweiten auf den dritten Platz abgerutscht. Dennoch gehört Thüringen aus Sicht der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur Spitzengruppe im Bildungsbereich.

Auf Platz landet im «Bildungsmonitor 2020» Sachsen, gefolgt von Bayern. Am Ende der Rangliste steht Sachsen-Anhalt, wo die Schulabbrecherquoten «erschreckend hoch» und die Sicherung der Lehrkräfteversorgung besonders schwierig seien. Im Vorjahr lag Berlin ganz hinten.

Die Studie bewertet, «inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert». Auch die Schul- und Azubi-Abbrecherquoten werden untersucht. Die INSM wird nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert