Thüringen Grundsteuer relativ gering

Ein Abgabenbescheid für die Entrichtung der Grundsteuer. Foto: dpa
Ein Abgabenbescheid für die Entrichtung der Grundsteuer. Foto: dpa
Autor: PK | Datum: 20.08.2019
Thüringer zahlen relativ wenig Grundsteuer. Mit statistisch 109 Euro pro Einwohner liegen wir unter dem Bundesschnitt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Im Durchschnitt noch etwas niedriger ist die Pro-Kopf-Belastung nur in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen werden die Einwohner mit 206 Euro zur Kasse gebeten.

Betrachtet haben die Experten die Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Grundstück. Sie ist von den Haus- und Grundstückseigentümern zu entrichten. Besitzer von Mietshäusern legen sie in der Regel über die
Betriebskosten auf die Mieter um. Für die Kommunen ist die Grundsteuer eine wichtige Einnahmequelle. Ihre Höhe ist abhängig vom Wohnort, der Grundstücksgröße und der Bebauung darauf. Die Kommunen legen sogenannte Hebesätze fest, die von Ort zu Ort variieren.

In Thüringen haben zwischen 2013 und 2018 fast 40 Prozent der Kommunen diesen Satz erhöht. Bundesweit waren es mehr als die Hälfte.

Innerhalb Thüringens sind die Hebesätze unterschiedlich hoch. Der Ort mit dem niedrigsten Satz in Thüringen ist laut Untersuchung Kirchgandern (Eichsfeldkreis), wo 200 Prozent gelten. Den höchsten Hebesatz weist die kreisfreie Stadt Gera mit 600 Prozent auf. Zwischen 2013 und 2018 haben fast 40 Prozent der Kommunen im Freistaat die Hebesätze erhöht, wie die Analyse ergab.