Thüringen Glatteis sorgt für reihenweise Unfälle

Nicht geräumte und vereiste Straßen haben für Probleme gesorgt. Symbolbild: pixabay
Nicht geräumte und vereiste Straßen haben für Probleme gesorgt. Symbolbild: pixabay
Autor: CL | Datum: 27.12.2021
Auf Glatteis hat es zu Wochenbeginn in Thüringen eine Reihe von Unfällen gegeben. Vor allem in Mittel- und Westthüringen, genauer in den Städten Erfurt, Eisenach und Apolda, seien Fahrzeuge etwa in Gräben oder andere Autos gerutscht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Polizeiinspektion Apolda hatte eine Straße in der Ortslage Wickerstedt nach gleich drei Schlitterpartien von Autos zwischenzeitig ganz gesperrt. Auch auf Autobahnen gab es einige Unfälle. Der Zoopark Erfurt bleibt am Montag wegen der Glätte geschlossen.

Auch in der Nacht auf Dienstag kann es laut Deutschem Wetterdienst noch einmal zu Glatteis kommen. Vor allem im Saale-Orla-Kreis sei bis in die Morgenstunden Vorsicht geboten. In der Nacht zu Mittwoch soll es aber wieder wärmer und somit "frostfrei" sein.

Durch größere Mengen gefrierenden Regens entstand am Montag laut DWD eine dicke Glatteisdecke auf Straßen und Gehwegen. Dies betraf weite Teile Thüringens. Die Meteorologen rieten davon ab, das Haus zu verlassen oder sich ins Auto zu setzen. Es sei mit teils erheblichen Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen.

Ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte, da der Winterdienst "wirklich gut drauf vorbereitet war", sei man vom Gröbsten verschont geblieben. Lediglich auf der A9 und der A71 sei es Unfällen gekommen. Aber auch hier sei der Schaden überschaubar geblieben, niemand schwer verletzt worden.

Die Deutsche Bahn (DB) teilte mit, dass es in Eisenach und Gotha zu kleineren Rutsch-Unfällen beim Ein- beziehungsweise Aussteigen am Gleis gekommen sei. "Aber die Bahnsteige sind geräumt und werden auch weiterhin geräumt", hieß es am Mittag.

Der Zoopark Erfurt ging kein Risiko ein und blieb am Montag wegen Glatteis geschlossen. Auf dem gesamten Gelände sei es "spiegelglatt", teilte eine Sprecherin des Zoos mit. Streuen sei daher nicht möglich. Am frühen Nachmittag werde entschieden, ob der Zoo auch für die Magischen Lichternächte geschlossen bleiben muss. In der Ausstellung können Besucher seit November fast jeden Abend lebensgroße, leuchtende Tierfiguren bestaunen.

Im Laufe des Vormittags sollte sich die Situation laut DWD größtenteils entspannen. "Die Straßendecken tauen langsam ab." Für einige Landkreise und Städte wurde die Warnung am Vormittag allerdings zunächst bis 14.00 Uhr verlängert: Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis, Greiz, Saale-Holzland-Kreis, Altenburger Land, Sömmerda, Weimarer Land, Kyffhäuserkreis sowie die Städte Gera und Jena.