Thüringen FDP schafft Einzug in Landtag

Thomas L. Kemmerich (l), Spitzenkandidat der FDP in Thüringen und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP. Archivfoto: dpa
Thomas L. Kemmerich (l), Spitzenkandidat der FDP in Thüringen und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP. Archivfoto: dpa
Autor: PK | Datum: 07.11.2019
Ende einer Zitterpartie: Die FDP wird im künftigen Thüringer Landtag vertreten sein. Das amtliche Endergebnis fällt für die Liberalen knapp aus. 37 Stimmen sind es, die die Liberalen über die Fünf-Prozent-Hürde gehievt haben. Das gab der Landeswahlleiter Günter Krombholz bei der Präsentation des amtlichen Endergebnisses bekannt.

Damit endet das Bangen der FDP, die nach dem vorläufigen Ergebnis am Wahlabend lediglich 5 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde gelegen hatte. Nun wurde dieses Ergebnis korrigiert - die bisherigen vorläufigen Ergebnisse der Parteien wurden weitgehend bestätigt.

Die Regierungsbildung wird in Thüringen weiterhin schwierig bleiben, weil das favorisierte Bündnis von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine Minderheitsregierung bilden müsste und auf Stimmen anderer Fraktionen angewiesen wäre, um zu regieren. Auch eine Konstellation unter Führung der CDU und ohne AfD hat keine Mehrheit. FDP und CDU haben eine feste Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Außerdem will keine der im künftigen Landtag vertretenen Parteien mit der AfD zusammenarbeiten.

Der Landeswahlausschuss prüfte in Erfurt jeden Wahlkreis einzeln. Dies ist in dieser Form eher unüblich, war aber angesichts des knappen Ausgangs der Wahl nötig, sagte Krombholz. Die knappsten Ergebnisse hatte die FDP bisher beim Einzug in die Landesparlamente 2001 in Hamburg mit 680 Stimmen und 2013 in Hessen mit 911 Stimmen mehr als nötig. In Thüringen hatte die FDP bei der Wahl 2014 den Einzug ins Parlament verpasst.