Jena FCC muss umziehen

Das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena. Bild: dpa
Das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena. Bild: dpa
Autor: CL | Datum: 21.05.2020
Mindestens für einen Spieltag muss sich der FC Carl-Zeiss Jena ein neues Stadion suchen. Der DFB hat sich gestern nach einem Bericht der "Bild" auf einen Neustart der Dritten Liga am 30. Mai geeinigt. Einen Tag später soll der FCC in einem Heimspiel gegen Chemnitz ran. Das Problem - bis zum 5. Juni sind in Thüringen Mannschaftstraining und sportliche Wettkämpfe coronabedingt verboten. Der DFB nimmt Clubs in die Pflicht in solchen Fällen eine Ausweichspielstätte zu suchen. In der Vorbereitung sollen die Vereine jetzt auch Hotels für die vorhergehende Quarantäne buchen.

Mittlerweile kündigte der FCC an, rechtliche Schritte gegen den DFB einleiten zu wollen. In einer Mitteilung des Vereins hieß es, der DFB gefährde mit dem angesetzten Neustart Ende Mai die Gesundheit der Spieler und missachte damit die Vorgaben der eigenen Satzung. Für den Verein sei klar, dass die Saison bis zum 30. Juni nicht mehr im fairen Wettbewerb zu beenden sei - das gelte gerade in Thüringen, wo sportliche Wttkämpfe noch bis zum 5. Juni verboten sind.

 

Auch für den Frauenfußball-Bundesligisten FF USV Jena gibt es ein Neustart-Datum. Am 29. Mai soll es weitergehen. Normales Mannschaftstraining ist weiter verboten - seit vergangenem Montag trainiert die Mannschaft von Trainer Christopher Heck wieder in Kleingruppen unter Einhaltung großer Abstände und kontaktlos. Aus Sicht des Vereinsvorstands ein klarer Wettbewerbsnachteil. Dazu eine Gesundheitsgefahr für die Spielerinnen, wie Vereinschef Torsten Rödiger sagte. Ein Großteil der Erstliga-Mannschaften ist aber für eine Fortführung der Saison. Daher muss der Verein auf einen mehrwöchigen Umzug in ein anderes Bundesland einstellen. Ein schwieriges Unterfangen, da Spielerinnen ihr Studium beenden, im Berufsleben stehen oder derzeit Abiturprüfungen am Jenaer Sportgymnasium haben und so eine Anwesenheit zwingend notwendig ist.