Bundesweit Das sind die Beschlüsse vom Corona-Gipfel

Kanzlerin Merkel bei der Vorstellung der Beschlüsse. Foto: dpa
Kanzlerin Merkel bei der Vorstellung der Beschlüsse. Foto: dpa
Autor: CL | Datum: 15.10.2020
Über 6.600 Corona-Neuinfektionen hat das Robert-Koch-Institut am Donnerstag gemeldet. Ein Rekordwert - auch weil jetzt mehr getestet wird, als noch vor dem Lockdown im Frühjahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben mit Blick auf die steigenden Zahlen Gegenmaßnahmen beschlossen. Entscheidend sind zwei Grenzwerte - werden die in einer Region überschritten, wird gegengesteuert.

MASKENPFLICHT:

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

PRIVATE FEIERN:

In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben. Ab 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:

Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert.

GASTRO-SPERRSTUNDE:

Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

VERANSTALTUNGEN:

Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.

BEHERBERGUNGSVERBOTE:

Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Hier geht es zu unserem Corona-Ticker