Schmalkalden-Meiningen Bodenuntersuchung für den Suedlink

Foto: TMIL
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Autor: LG | Datum: 27.10.2021
Die Befürworter sagen, wir brauchen den Suedlink für die Energiewende - die Gegner sagen, die Stromtrasse zerstört die Natur und wird nicht gebraucht. Trotz allem für und wieder, wird seit dieser Woche auch im Kreis Schmalkalden Meiningen der Boden untersucht - dort, wo das Erdkabel in Zukunft langführen soll.

Aus bis zu 30 Metern Tiefe werden dafür Bodenproben genommen um zu überprüfen, wo das Erdkabel am besten verlegt werden kann. Auch der Bodendruck spielt dabei eine Rolle. Bis zum Frühjahr wird die Bodenuntersuchung rund um das Werratal und Hermannsfeld weitergehen - in einem Korridor, der etwa einen Kilometer breit ist. 

Archäologen und Ökologen begleiten die Untersuchungen um im Falle des Falles Hinweise geben zu können. Der Suedlink soll eine der drei großen Stromtrassen durch Deutschland werden. Er führt planmäßig von der Nordsee nach Baden Württemberg und kreuzt dabei den Wartburgkreis und den Kreis Schmalkalden Meiningen.

Der Suedlink wird als Erdkabel verlegt - deshalb auch die Bodenuntersuchungen - und soll, wenn alles nach Plan läuft, 2026 in Betrieb gehen. Wegen der umfassenden Voruntersuchungen und Corona könnte sich die Bauzeit allerdings auch noch verzögern, sodass der Suedlink erst 2028 einsatzbereit ist, hat uns ein Sprecher von TransnetBW gesagt. Das gesamte Projekt soll rund 10 Milliarden Euro kosten.