Thüringen Bildungsminister fordert mehr Lehramtstudienplätze

KMK-Chef Holter fordert mehr Studienplätze für Lehrer. Symbolfoto: pixabay
KMK-Chef Holter fordert mehr Studienplätze für Lehrer. Symbolfoto: pixabay
Autor: PK | Datum: 11.10.2018

Vor allem an Grundschulen fehlen auch in Thüringen massig Lehrer. Und die Lage könnte sich weiter zuspitzen, wissen die Bildungsminister. Thüringens Ressortschef, der gerade Vorsitzender der Kultusministerkonferenz ist, fordert mehr Plätze in Lehramtsstudiengängen.

"Es müssen mehr Lehrer ausgebildet werden", so Holter - vor dem heutigen Treffen mit seinen Kollegen aus Bund und Ländern in Berlin. Es soll eine Prognose zum Einstellungsbedarf bis 2030 vorgelegt werden. Wichtig sei, dass alle Länder mitzögen, sagte Holter. "Ansonsten bilden vielleicht wenige Länder aus und die anderen sind Nutznießer", sagte der Linke-Politiker. Zwar sei die Ausbildung von Lehrern in der Zuständigkeit der einzelnen Länder. "Aber alle haben eine gesamtdeutsche Verantwortung."

Die KMK-Prognose rechne mit einem durchschnittlichen Einstellungsbedarf von knapp 32 000 Lehrern pro Jahr, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dem stünden jedoch nicht ausreichend Bewerber gegenüber. Jedes Jahr könnten Hunderte Lehrerstellen unbesetzt bleiben - vor allem an Berufsschulen und solche, die eine sonderpädagogische Ausbildung erfordern. Auch an Grundschulen gibt es erhebliche Schwierigkeiten.

Bei ihrer bis Morgen dauernden Sitzung wollen die Kultusminister auch Empfehlungen zur Stärkung der Demokratieerziehung in der Schule geben und über die künftige Platzvergabe beim Medizinstudium beraten.