Thüringen Besuche in Alten- und Pflegeheimen ab Mittwoch wieder erlaubt

Isolation und Einsamkeit soll für die Bewohner nun ein Ende haben. Symbolfoto: Pixabay
Isolation und Einsamkeit soll für die Bewohner nun ein Ende haben. Symbolfoto: Pixabay
Autor: LG | Datum: 10.05.2020
Die Thüringer Landesregierung erlaubt ab Mittwoch wieder Besuche in Alten- und Pflegeheimen. Damit soll eine weitere Isolation und Einsamkeit der Bewohner verhindert werden, heißt es.

Wichtig ist aber, dass jede Einrichtung individuell entscheidet, wann sie wieder Besucher empfangen kann. Nicht alle Maßnahmen, die das Gesundheitsministerium für die Besuche fordert, können sofort umgesetzt werden.

Zu den Maßnahmen gehört Folgendes:

- Wiederkehrende Besuche sind für eine fest definierte Person zugelassen.

- Der Besuchszeitraum darf maximal zwei Stunden am Tag nicht überschreiten.

- Entsprechend der Größe der Einrichtung ist nur so vielen Besucherinnen und Besuchern der Zutritt des Hauses zu gewähren, wie eindeutig die vorgegebenen Abstands- und Hygienemaßnahmen sicher einhalten können.

- Bereichsbezogene Zutrittsbeschränkungen sowie konkrete Wege für die Besucherinnen und Besucher innerhalb der Einrichtung (Flure, Sanitärräume, Besucherraum, Privatzimmer der Bewohnerinnen und Bewohner) sind festzulegen.

- Sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Bewohnerinnen und Bewohner sollen soweit es der Gesundheitszustand zulässt während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Mit der Lockerung in Alten- und Pflegeheimen geht auch eine Änderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung einher - hier kann ab Mittwoch ebenfalls die Arbeit wieder aufgenommen werden - auch unter strengen Auflagen:

- Trennung der Bewohner verschiedener besonderer Wohnformen und der Menschen mit Behinderungen, die außerhalb besonderer Wohnformen leben.

- Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern; wo dies technisch oder organisatorisch nicht gewährleistet werden kann, sind alternative Maßnahmen (Errichtung von Schutzwänden bzw. Schutzscheiben, Aufstellen von Raumtrennern, Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, etc.) zu treffen.

- Ausschluss von Menschen mit Behinderungen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf gemäß der entsprechenden Empfehlungen des Robert Koch-Institutes.