Thüringen Behutsame Lockerungen für den Freistaat

Symbolbild: dpa
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Autor: BP | Datum: 19.02.2021
Es kommt – zum großen Teil – wie erwartet. Ab heute (19. Februar 2021) wird die nächtliche Ausgangsbeschränkung aufgehoben. Außerdem kommen ein paar kleine Lockerungen auf die Thüringer zu. Das steht so in der neuen Thüringer Sonderverordnung, die heute in Erfurt unterschrieben wurde.

Damit tritt sie Freitag in Kraft und gilt bis zum 15. März. Laut Gesundheitsministerium kann sie nach Bedarf aber auch verkürzt werden.

Die Änderungen im Überblick:

Ab 19. Februar:

Neue Ausnahmeregelungen bei Kontaktbeschränkungen

• In fest organisierten privaten Gruppen soll die Betreuung von Kindern unter zwölf Jahren aus maximal zwei Haushalten erlaubt werden (Zuvor galt das nur für Kinder unter sechs Jahren.).
• Bei den Kontaktbeschränkungen sollen Kinder bis einschließlich drei Jahren nicht mehr mitgezählt werden.

Anhebung der erlaubten Personenanzahl bei Bestattungen/Eheschließungen

Die maximale Teilnehmerzahl bei Bestattungen und standesamtliche Eheschließungen soll von 15 auf 25 Personen angehoben werden. Für anschließende Trauer- bzw. Hochzeitsfeiern sollen weiterhin die Kontaktbeschränkungen gelten.

Aufhebung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22 bis 5 Uhr soll entfallen.

Öffnung von Fahrschulen / nicht-öffentlichen Mensen

• Fahrschulen sollen für den theoretischen Unterricht und die praktische Ausbildung für die Fahrerlaubnis geöffnet und betrieben werden können.
• Mensen des Studierendenwerks Thüringen sollen für den nicht-öffentlichen Betrieb öffnen können.

Tragen von medizinischen Gesichtsmasken

Das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken (für Personen ab 15 Jahren) soll nun auch

• in Dienstleistungsbetrieben mit Publikumsverkehr,
• bei der Inanspruchnahme von zulässigen Dienstleistungen und Angeboten mit Publikumsverkehr
• beim theoretischen und praktischen Unterricht in Fahrschulen (auch bei Prüfungen)
• sowie bei Sitzungen von kommunalen Gremien

verpflichtend werden.

Anpassungen der Testpflicht bei Besuchen in Pflegeeinrichtungen

Bei wiederholten Besuchen soll auf die Durchführung eines Antigenschnelltests verzichtet werden können sofern ein letztmalig in der Einrichtung durchgeführter Test mit negativem Testergebnis nicht länger als 48 Stunden zurückliegt.

Ab 1. März:

Öffnung von Geschäften/Dienstleistungen

• Friseurbetriebe sollen wieder öffnen können.
• Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe sollen wieder öffnen können.

Wenn sich etwas ändert, dann hören und sehen Sie es bei uns.