Erfurt Anti-Terror-Übung erfolgreich

Foto: Redaktion
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Autor: DD | Datum: 15.05.2019
Die Sicherheitsbehörden haben sich mit der Anti-Terror-Übung am Erfurter Hauptbahnhof zufrieden gezeigt. "Alles, was wir geübt haben, können wir im Ernstfall besser machen," sagte der Präsident der Landespolizeidirektion, Frank-Michael Schwarz. "Die Ergebnisse fließen in die regelmäßige Aus- und Fortbildung der Kollegen ein, auch wenn wir alle hoffen, nie vor einem solchen echten Einsatzanlass zu stehen."

Der Einsatz endete planmäßig am frühen Mittwochmorgen. Es gab laut Deutscher Bahn keine Einschränkungen im Zugverkehr. Vor allem die Streifenbeamten sollten den Ernstfall üben, da sie oft die ersten Kräfte an einem Anschlagsort sind. Außerdem konnten die verschiedenen Rettungskräfte ihre Zusammenarbeit üben, auch mit den Verkehrsbetrieben. "Wir haben schon bei den Vorbereitungen gemerkt, dass man besser wird, wenn man sich austauscht", sagte Michael Oettel von der Bundespolizeiinspektion Erfurt.

An der Übung waren mehr als 1000 Einsatzkräfte beteiligt. Bundes- und Landespolizisten aus Thüringen und weiteren Bundesländern simulierten Verletzte, Reisende und Attentäter. In drei Szenarien sollten Gewalttäter - gespielt von geschulten Polizisten - Sprengattrappen zünden und auf Reisende schießen, die etwa von Bundeswehrsanitätern gemimt wurden. Es war die erste Übung dieser Art für die Thüringer Polizei. Für die Bundespolizei war es das neunte Mal.